Nudeln machen glücklich, Schokolade und Gummibärchen helfen bei Frust oder Trauer — so der allgemeine Tenor. Die Tatsache, dass Ernährung maßgeblich zum Wohlbefinden aber auch zu Unwohlsein beiträgt, ist keine neue Erkenntnis. Sie selbst haben wahrscheinlich auch schon die Erfahrung gemacht, dass die Chipstüte am Abend nach einem stressigen Arbeitstag einfach guttat, aber nicht aus einem Hungergefühl heraus geöffnet wurde. Essen gilt in unserer Gesellschaft längst nicht mehr nur dem Stillen von Hunger, sondern befriedigt auf mehreren Ebenen gleichermaßen. Schlimmer noch: Wir haben den Bezug zum Essen verloren. Wir essen zu schnell oder nur mal zwischendurch. Wir wissen überhaupt nicht mehr, was wir wirklich brauchen.
Die Nahrungsaufnahme, die an der Mutterbrust beginnt, wird von Anfang an von unserem sozialen Umfeld geprägt. Das wohlige Gefühl, die Liebe der Mutter und die erste Aufmerksamkeit, die wir mit dieser Sicherheit verbinden, wirken sich maßgeblich auf unsere Psyche aus. Aber auch emotionale Bezüge in unserem Alltag spielen eine wichtige Rolle bei dem Verzehr von Nahrungsmitteln. In Gesellschaft essen wir gerne und auf Feiern greifen wir beherzt zu. Das Angebot ist groß, man sitzt zusammen und erst später merkt man, dass man längst satt ist. Geruch, die eigene Stimmung, das Aussehen des Essens und die kulturelle oder religiöse Einstellung sind mitverantwortlich für die Wahl der Lebensmittel.
Erfahre Mehr!Warum leiden immer mehr Menschen an einem Vitalstoff-Mangel?
Die Zusammenhänge zwischen Stress und Ernährung sind besonders komplex — doch die Tatsache, dass die Psyche mit isst, zeigen die Reaktionen unseres Körpers ganz deutlich. Rezeptoren in der Magenwand und im Darm reagieren auf Nahrung und geben Signale ans Gehirn weiter. Psychische Störungen wie depressive Verstimmungen, starke Depressionen, Burnout, bipolare Störungen und Panikattacken nehmen in unserer modernen Gesellschaft stetig zu.
Der Körper als Tempel unserer Seele sendet aus seinem Innersten heraus auf diese Weise Hilfeschreie. Oftmals steckt eine Unterversorgung mit Mikronährstoffen dahinter. Diese sind sowohl für unsere Stoffwechselprozesse im Gehirn als auch unsere Nervenzellen von besonderer Bedeutung. Eine abwechslungsreiche, vor allem pflanzliche Ernährung kann entscheidend zu einem seelischen Gleichgewicht beitragen.
Oft genug durfte ich bei meinen Patienten beobachten, dass sie einige Zeit nach der Ernährungsumstellung deutlich mehr in sich ruhten. Stress und Angstzustände nahmen ab. Sie waren nicht nur mit sich selbst friedvoller, sondern pflegten auch mit Menschen in ihrem Umfeld einen liebevolleren Umgang.
Für mich führen diese Beobachtungen zu logischen Schlussfolgerungen:
Konsumieren wir täglich das Fleisch von getöteten Lebewesen — Tieren –, nehmen wir automatisch die von ihnen empfundene Angst in uns auf. Negative Energien, Stress und Panik wirken somit auch indirekt in uns. Versorgen wir unseren Körper hingegen mit vitalstoffreichen und unverarbeiteten Nahrungsmitteln, kann auch der Output friedvoll sein.
Bei einem Vitalstoff-Mangel und damit einhergehenden psychischen Störungen reicht es oftmals dennoch nicht aus, die Nährstoff-Depots wieder aufzufüllen — unsere Gehirnzellen brauchen dann einen kräftigen Schub.
Nahrungsergänzungsmittel können hierbei einen wichtigen Platz einnehmen. Psychische Befindlichkeitsstörungen, das Fühlen, aber auch das Denken und Handeln, werden von chemischen Signalsubstanzen wie Neurotransmittern, Neuropeptiden und Neurohormonen angefacht. Vitamine und Spurenelemente sind maßgeblich an den neurochemischen Reaktionen in unserem Gehirn beteiligt.
Sind diese nicht ausreichend vorhanden, können psychische Probleme auftreten beziehungsweise bereits vorhandene sich deutlich verstärken.
Gezeigt hat sich, dass insbesondere ein Mangel an Vitamin B12, Vitamin C und Folsäure mit depressiver Verstimmung in Verbindung steht. Bei Menschen, die eine generelle Neigung zu Depressionen haben, ist meist auch eine niedrige Vitamin-B1-Konzentration nachgewiesen worden.
Besonders in Stresssituationen aber auch als Leistungssportler sind Sie mit der richtigen Kombination aus Vitaminen, Mineralien und Antioxidantien bestens versorgt. Eine schlechte, unausgewogene Ernährung, aber auch alltäglicher Stress und andere Belastungen, lassen Ihren Körper schnell übersäuern.
Ihr Säure-Basen-Haushalt kann dann aus dem Gleichgewicht raten. Insbesondere dann, wenn wichtige Mineralien wie Magnesium, Kalzium und Kalium fehlen. Kommt zusätzlich ein Bewegungsmangel dazu, wird die Säure in Muskeln und Gelenken eingeschlossen.
Der Muskeltonus erhöht sich, es entstehen Spannungen und Schmerzen.
Nicht nur Ihre Psyche ist angegriffen, sondern Ihr ganzer Körper. Stoffwechselabfälle müssen nämlich abtransportiert werden, damit sich keine entzündlichen Prozesse entwickeln können.
Falls Sie psychisch sehr labil sind, auch am Wochenende nicht zur Ruhe kommen oder sich nicht ausreichend bewegen, kann Ihr ganzer Körper unter Spannung stehen. Schnell spüren Sie Schmerzen in mehreren Körperbereichen. Diese können zusätzlich Sorgen bereiten und Sie wissen gar nicht mehr, wo Sie beginnen sollen, um all die Baustellen zu reparieren.
Neben einer ausgewogenen pflanzlichen Ernährung und einer Zufuhr der wichtigsten Vitalstoff-Kombinationen (so, dass sie optimal wechselseitig wirken können) empfehle ich Ihnen vor allem ausreichend Bewegung und genügend erholsamen Schlaf.
Bedenken Sie, dass all diese Faktoren sich gegenseitig bedingen und für ein glückliches und langes Leben sorgen.
