Soja kann ein effektiver Schutz vor Brustkrebs sein
Soja ist eine Hülsenfrucht und ein hervorragender Lieferant pflanzlichen Eiweißes. Je nach Produkt ist genau so viel Eiweiß, oder sogar mehr als in Fleisch, Fisch oder Eiern enthalten. Das ist deshalb so wertvoll, weil es bei pflanzlichen Eiweißen, im Gegensatz zu tierischen, kaum zu Entzündungen oder Übersäuerung des Körpers kommt. Beide können Ursachen für die Entstehung von Zivilisationserkrankungen sein.
Soja enthält zudem wertvolle Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien.
Eine weitere Eigenschaft ist beachtenswert: Die biologisch angebaute, weder gentechnisch veränderte, noch mit Unkrautvernichtungsmitteln behandelte Sojabohne kann der Entstehung von Brustkrebs vorbeugen. Soja enthält sogenannte Phytoöstrogene aus der Gruppe der Isoflavone. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe.
Sie erfüllen eine wichtige Aufgabe beim Schutz vor der Entstehung von bösartigen Zellen.
Brustkrebs wird meist durch ungünstige körpereigene Östrogengruppen ausgelöst. Die Soja-Östrogene haben jedoch die gegenteiligen Effekte. Sie beseitigen die Wirkung der ungünstigen körpereigenen Östrogene, schützen so vor Brustkrebs und tragen darüber hinaus zum Knochenaufbau bei. Da diese Details meist nicht bekannt sind, kommt es immer wieder zur Verunsicherung der Verbraucher.
Soja, oftmals gentechnisch manipuliert
Um von allen diesen guten Eigenschaften profitieren zu können, beachten Sie aber unbedingt Folgendes: Das weltweit produzierte Soja ist größtenteils gentechnisch manipuliert, um es unempfindlich gegen das Unkrautvernichtungsmittel „Roundup“ (Glyphosat) zu machen. Solche Mittel sorgen aber dafür, dass die Pflanzen einen Teil Ihrer wertvollen sekundären Pflanzenstoffe nicht mehr produzieren.
Insbesondere Glyphosat, das in verändertem Soja nachgewiesen wurde, scheint besonders gefährlich zu sein. Testergebnisse zeigten nämlich, dass insbesondere Pestizide aus der Gruppe der Glyphosate eine östrogen-ähnliche Wirkung haben und somit auch das Wachstum von Brustkrebs fördern können. Schuld sind somit jedoch die Pestizide und nicht die Sojabohne selbst.
Auch dieser Zusammenhang trug wahrscheinlich dazu bei, Soja irrtümlicher Weise mitverantwortlich für Brustkrebs zu machen.
Darüber hinaus weiß man nicht, wie schädlich die gentechnische Veränderung für den Menschen ist. Aus diesem Grund ist in Europa die Verwendung von genetisch manipuliertem Soja für menschliche Nahrung verboten.
Tierfutter angereichert mit gentechnisch manipuliertem Soja
Tiere allerdings dürfen damit gefüttert werden, wodurch natürlich die genveränderten Strukturen und das Pestizid auch indirekt in Form von Fleisch, Wurst, Eiern oder Milchprodukten in den Menschen gelangen können. Da zudem riesige Mengen genmanipuliertes Soja für die Tierfütterung zugelassen ist, können unbeabsichtigte Verwechselungen und bewusste Vorteilnahmen wegen der niedrigeren Preise des genetisch manipulierten Sojas nicht ausgeschlossen werden.
Um also von den Vorteilen des Soja für Ihre Gesundheit voll profitieren zu können, sollten Sie nur Sojaprodukte aus biologisch kontrolliertem Anbau verwenden. Diese sind nicht nur frei von Genveränderungen, sondern auch von Pestiziden.
