Es ist ein leidiges Thema, insbesondere für Frauen – die häufig immer wiederkehrende Blasenentzündung, Cystitis genannt. Sie macht sich nicht nur mit einem heftigen Harndrang bemerkbar, sondern ist meist äußerst schmerzhaft. Auch oder gerade dann, wenn die Blase bereits leer ist. Nicht selten kommt es zu einer rötlichen Verfärbung des Urins durch Blut aufgrund heftiger Entzündungsreaktion der Blase.
Bleibt die Entzündung bestehen, gesellen sich Unterbauchbeschwerden, Bauchkrämpfe und nicht selten ein schweres Krankheitsgefühl dazu. Kennt man dann noch die Komplikationen, die bei einer nicht ausgeheilten Cystitis entstehen können, wie Nierenbeckenentzündungen oder eine Verengung der Harnröhre, verwundert es kaum, dass die meisten Ärzte den Betroffenen sehr schnell ein Antibiotikum verordnen. Doch muss das wirklich sein?
Eine Blasenentzündung wird meist durch Darmbakterien verursacht, die aufgrund der kürzeren Harnröhre der Frau leichter in deren Blase gelangen können als beim Mann. Der extreme Reinigungsdrang und die Verwendung von Intimsprays zerstören die schützende Flora der Schleimhaut, so dass sich vermehrt krankmachende Keime ansiedeln können. Unbemerkte chronische Harnröhreninfekte beim Mann können ebenfalls verantwortlich sein. Gewöhnen Sie sich deswegen an, nach jedem Liebesakt ihre Blase zu entleeren, um Bakterien dadurch sofort wieder zu vertreiben.
Auch spielt gerade diese Jahreszeit jetzt eine Rolle, weil der natürliche Östrogenspiegel bei wenig Sonne und mehr Kälte sinkt. Dadurch kommt es zu einem zunehmendem Vitamin D-Mangel, der wiederum das Immunsystem schwächt. Normalerweise verhindern ein gut funktionierendes Abwehrsystem mit der natürlichen Abwehrkraft der Harnröhrenschleimhaut, der gute Spüleffekt des Urins sowie dessen Säure eine Infektion der Blase.
Der absolute „noch“ Geheimtipp bei den ersten Anzeichen einer Harnwegsinfektion ist die D-Mannose. Das ist eine Zuckerart, die vom Körper nicht aufgenommen werden kann und deswegen durch den Urin wieder ausgeschieden wird. Diese D-Mannose bindet jedoch auf diesem Weg genau die Bakterien an sich, die für die Blasenentzündung verantwortlich sind. Nehmen Sie drei Mal täglich 2 g dieses Zuckers – in Wasser gerührt – ein.
Sorgen Sie sofort für Wärme. Sie fördert die Durchblutung der Schleimhaut und erhöht somit ihre Abwehrkraft. Trinken Sie mindestens drei Liter am Tag, die für eine reinigende Spülung sorgt, insbesondere wenn der Urin die D-Mannose enthält. Geeignet sind warmes Ingwerwasser oder Heiltees wie Bärentraubenblätter, Schachtelhalm, Zinnkraut, Pfefferminze und Thymian. Rote Beete- und roter Traubensaft bieten eine gute Abwechslung.
Ruhen Sie im Bett, denn im Liegen wird die Blase optimal durchblutet und entspannt. Legen Sie sich eine Wärmeflasche auf Ihren Unterbauch. Die gleichmäßige Wärme unterstützt die Heilung.
Ihr Immunsystem arbeitet so am effektivsten und Ihr Körper kann diese Entzündung besiegen und sie ausheilen. D-Mannose eignet sich auch bestens zur Prävention.
