Die Ernährung als Ursache

Für verstopfte Arterien und Krebs

Weit über 500.000 Veröffentlichungen belegen den Zusammenhang zwischen einer Ernährung mit hohem Anteil an tierischen Eiweißen (Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte) und den beiden größten Todesursachen – Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Die meisten dieser Untersuchungen zeigen zugleich, dass diese Krankheiten zurückgehen je höher der Anteil an Pflanzen in der Ernährung ist.

Wussten Sie dass wir im Leben 945 Hähnchen, 46 Schweine, vier Rinder, vier Schafe, 46 Puten, 37 Enten und 12 Gänse essen? Fisch, Eier, Milch, Joghurt, Quark, Käse und Milchpulver in Industrienahrung noch nicht mitgerechnet.

Was machen diese tierischen Eiweiße mit uns? Dr. Esselstyn, ein berühmter Herzchirurg von der Cleveland-Klinik/USA beschreibt in seinem Buch „Essen gegen Herzinfarkt“ einen lebensrettenden
Vorgang. Ein wichtiger Schutz gegen Ablagerungen an der Gefäßinnenhaut ist Stickstoffmonoxid. Pflanzennahrung – vor allem Hülsenfrüchte – aktiviert einen Mechanismus, bei dem die Gefäßinnenhaut Stickstoffmonoxid herstellt, sich so quasi selbst schützt. So werden Ablagerungen nicht nur verhindert, sondern sogar bereits vorhandene Plaques wieder abgebaut! Obwohl für diese immens wichtige Entdeckung schon 1998 der Nobelpreis für Medizin verliehen wurde, ist das den wenigsten bekannt. Esselstyn beschreibt, wie er dadurch bei unzähligen Patienten, die – teilweise nicht operierbaren – Ablagerungen durch Verordnung von Pflanzennahrung entfernen konnte, ihnen damit Stents oder andere Operationen ersparte und sie dauerhaft heilte. Das ist besonders wichtig, denn ein Stent löst nicht das Problem der Ablagerungen, weswegen sie immer wieder kommen. Es sei denn, Sie ändern etwas an Ihrer Ernährungs- und Lebensweise. 
Prof. T. Colin Campbell, Biochemiker und einer der weltweit anerkanntesten Ernährungsforscher, der unzählige Ernährungsstudien durchführte – darunter die größte mit knapp einer Millionen Teilnehmer – beschrieben in seinem Buch „The China Study“ – konnte beeindruckend zeigen, wie pflanzliche Kost Krebstumore zum Schmelzen bringt und weshalb tierische Eiweiße, insbesondere das Kasein (Tiermilcheiweiß) für die Entstehung schwerer Krankheiten, insbesondere Krebs, verantwortlich ist. Er injizierte Ratten krebserzeugende Stoffe. Danach bekam die eine Hälfte Nahrung mit fünf Prozent Kasein (Milcheiweiß), die andere Hälfte Nahrung mit 20 Prozent.

Bei fünf Prozent entwickelten die Ratten keinen Krebs. Bei 20 Prozent wurde das Krebswachstum signifikant angeregt.

Er ging noch weiter. Die Ernährungsweise beider Gruppen wurde geändert. Beim Umschalten von fünf auf 20 Prozent stieg die Anzahl der Krebszellen, bei einer Reduzierung von 20 auf fünf Prozent ging das Krebswachstum zurück.

Die gute Nachricht war also: Das Krebswachstum ließ sich beliebig an- und abschalten.

Die meisten Menschen ernähren sich weit über die 20 Prozent von tierischen Eiweißen. Das könnte eine Erklärung dafür sein, dass Krebs und Gefäßkrankheiten immer mehr ausufern, statt weniger zu werden. Und das, obwohl Milliarden in die Forschung von Krebserkrankungen gesteckt werden. Diese Forschungen decken sich 1:1 mit meinen Erfahrungen bei Patienten. Sollte man diese Zusammenhänge nicht für sich nutzen?