Minimalismus: Wie viel brauchen Sie wirklich?

Frau mit Sonnenhut sitzt auf einem Balkon und streckt die Arme weit aus in Richtung Himmel und den letzten Sonnenstrahlen des Tages entgegen

Unsere heutige Zeit ist von Konsumwahn und Überfluss geprägt. Überall ist alles zu jederzeit verfügbar. Nahrungsmittel, Kleidung, digitale Technologien und andere Dinge, die das Leben schöner und häufig auch einfacher machen, sind allzeit erhältlich. Sicher bringt dies viele tolle Vorteile mit sich und wir umgeben uns gerne mit schönen und auch nützlichen Dingen. Doch oftmals verlernen wir, zu unterscheiden, was wir wirklich benötigen und was definitiv überflüssig ist und einfach nur unsere Schränke füllt.

Materielle Belastung verhindert inneren Frieden

Viele von uns leben mit dieser materiellen Belastung, ohne es überhaupt zu wissen. Nur unbewusst verspüren sie ein bedrückendes Gefühl, wenn sie nach Hause kommen, gestresst sind oder keine Ruhe finden — in den eigenen vier Wänden. Ein Ort, der eigentlich entstressen und eine harmonische Wirkung auf uns haben sollte, kann zunehmend beengend wirken.

Minimalismus — eine Form des “einfachen Lebens” — befreit von diesem unnötigen Ballast und führt dazu, dass wir wieder mehr Platz, Zeit und auch emotionalen Freiraum für die wichtigen Dinge im Leben haben. Dabei geht es vor allem darum, bewusst auszusortieren, was uns nicht länger Freude bereitet und keinen Nutzen mehr bringt. Überflüssige Dinge zu erkennen und sie tatsächlich loszuwerden, schafft nicht nur im Außen neuen Raum, sondern sorgt auch im Inneren für mehr Gelassenheit und Ordnung. Endlich können wir uns wieder auf das wirklich Wichtige fokussieren, glücklicher werden und gelassener leben.

Äußeres Chaos verschwindet und innere Harmonie kann sich breitmachen. Aber nicht nur auf sachlicher Ebene fördert der minimalistische Lebensstil unser Wohlbefinden.

Sorgen Sie für Minimalismus in Ihrem sozialen Umfeld

Auch Beziehungen, die wir als anstrengend empfinden, und Menschen, die sich als wahre Energieräuber entpuppen, sollten wir hinterfragen. Uns jedesmal über den Arbeitskollegen aufzuregen oder Zeit in Verabredungen zu investieren, die aufgrund von unzuverlässigen  Freunden oder Bekannten doch nicht stattfinden, kann auf Dauer frustrieren und wertvolle Zeit kosten. Zeit, in der wir uns lieber achtsam mit uns selbst beschäftigen sollten. Sie müssen diesen Personen nicht sofort die Freundschaft kündigen, aber überlegen Sie sich gut, worauf Sie sich einlassen und wie Sie Ihre Zeit nutzen möchten.

Wo fange ich an?

Machen Sie es sich ganz einfach. Nehmen Sie sich einen Tag in der Woche, an dem Sie einen Bereich ordentlich entrümpeln. Sammeln Sie beispielsweise im Badezimmer all die überflüssigen Produkte zusammen, die Sie gar nicht benutzen und die einfach nur herumliegen. Verschenken Sie diese an Freunde oder Familienmitglieder, die diese vielleicht eher gebrauchen können als Sie. An einem anderen Tag widmen Sie sich Ihrem Kleiderschrank. Alles, was Sie in den letzten Monaten nicht getragen haben, was zu klein bzw. zu groß ist oder ihren Farb-Vorstellungen nicht mehr entspricht, sortieren Sie aus. Spenden Sie die Kleidung für einen guten Zweck und machen Sie damit anderen Personen eine Freude. Was ist mit Ihrem Bücherregal? Ist es zugestaubt oder lesen Sie eifrig und täglich? Zugegeben, Bücher sind etwas Tolles und Bereicherndes, aber meist kommen nur neue Bücher hinzu, anstatt dass wir mal welche abgeben. Tauschen kann auch etwas Schönes und Sinnvolles sein. Kennen Sie die offenen Bücherschränke, die mittlerweile in fast jeder Stadt stehen? Dort können Sie die Schätze, die Sie nicht mehr lesen, hineinstellen. Und sollten Sie auf der Suche nach einem neuen Buch sein, können Sie sich dort jederzeit bedienen.

Kleine Schritte sind viel wichtiger als überstürzte Umwälzungen

Wo auch immer Sie anfangen möchten, bedenken Sie, dass es die kleinen Schritte sind, die am Ende zum Ziel führen. Sie müssen nicht sofort alles wegschmeißen — davon möchte ich Ihnen sowieso abraten. Wichtig ist, dass Sie lernen, die Dinge loszulassen, die Ihnen nicht mehr zuträglich sind. Sie rauben Platz und Energie. Denn: Wer weniger besitzt, macht sich automatisch weniger Gedanken. Ein minimalistisches Leben heißt nicht, von heute auf morgen auf Dinge zu verzichten, die Ihnen bisher viel wert waren. Behalten Sie, was Ihnen wirklich Freude bereitet, und suchen Sie das Glück in den kleinen, unscheinbaren Dingen. Hierbei kann Achtsamkeit ganz viel bewirken. In meinem Buch “Meine Gesundheitsformel” finden Sie ein ganzes Kapitel darüber und viele tolle Inspirationen, wie auch Sie zu mehr Achtsamkeit gelangen können. Auf diese Weise lernen Sie auch zu unterscheiden, was Ihnen wirklich wichtig ist im Leben.

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