Bluthochdruck natürlich senken

Ein Arzt misst bei einer Patientin den Blutdruck mit einem Blutdruckmessgerät

Bluthochdruck gilt weltweit als Todesursache Nr.1, vor allem weil er zu Schlaganfall, Herzinfarkt sowie Herz- und Nierenversagen beiträgt. Doch meist ist es nicht das Schicksal, das bei dieser Krankheit zuschlägt, sondern unser persönlicher Lebensstil. Nahrungsmittel mit hohem Mineralstoffgehalt können das Risiko für Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Dies gilt insbesondere für eine kaliumhaltige Ernährung, die reich an frischem Obst, rohem Gemüse, Salaten und Nüssen ist. Ausschlaggebend ist hierbei jedoch eine deutliche Reduzierung der Salzzufuhr. Verbannen Sie deshalb Ihren Salzstreuer vom Tisch, minimieren Sie Fertiggerichte und auch Käse. Beides enthält oftmals viel zu viel Natrium. Auch Vitamin C spielt bei Bluthochdruck eine große Rolle. Als wichtiges Antioxidans ist es an fast jeder biochemischen Reaktion im Körper beteiligt und verbessert die Durchblutung der Gefäße.

Auch ausreichend Stickstoffmonoxid (NO) ist für die Gefäßgesundheit wichtig. Dieser Botenstoff ist insbesondere für die Entspannung der Blutgefäße verantwortlich. NO senkt nicht nur den Blutdruck, sondern verhindert ebenso die Bildung von Plaques und dass Muskelzellen in die Ablagerungen hineinwachsen. Es ist sogar dazu in der Lage, für den Abbau von bereits vorhandenen Plaques zu sorgen. Die Forschungsergebnisse über die gefäßschützende Wirkung des Stickstoffmonoxids wurden bereits 1998 mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet.

Die Ernährung ist für den körpereigenen NO-Spiegel von zentraler Bedeutung. Bei pflanzlicher Nahrung beginnt die Gefäßinnenhaut, vermehrt Stickstoffmonoxid herzustellen — vor allem wenn die besonders in Hülsenfrüchten vorkommende Aminosäure L-Arginin ausreichend vorhanden ist. Pflanzliche Nahrung könnte deswegen der Schlüssel für die Gesundheit unserer Herzen und Gefäße sein.

Doch damit nicht genug: Es gibt noch mehr Tipps für einen gesunden Blutdruck. Täglich eine große Portion dunkelgrünes Blattgemüse, ein halbes Glas Rote-Bete-Saft oder 400 g Rote Bete enthalten eine große Menge Nitrat, das dein Körper in Stickstoffmonoxid umwandelt. Ihre Arterien können sich noch mehr entspannen und normal weiten. Natürlich darf auch die Bewegung nicht fehlen. Nur ein guter Stoffwechsel bringt die mit der Nahrung aufgenommenen Stoffe in die Zellen, um dort ihre Arbeit zu verrichten. Deshalb sind regelmäßiger Ausdauersport und gesundes Krafttraining weitere Garanten für einen stabilen Blutdruck. Noch ein kleiner Geheimtipp: Viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt unser Zwerchfell. Ein verkürztes und angespanntes Zwerchfell verengt die Hauptgefäße teilweise so stark, dass der Blutdruck steigt. Atmen Sie deswegen einige Male am Tag voll ein und dann maximal aus — das dehnt das Zwerchfell.

Oft reichen diese Maßnahmen schon aus, damit sich Ihre Blutdruckwerte wieder im Normalbereich von 120/80 einpendeln. Mit der Unterstützung Ihres Arztes können Sie sich auf diese Weise allmählich von den Blutdrucksenkern verabschieden.