Vitamin C — deshalb ist es so wichtig

Obst und Gemüse mit viel Vitamin C

Vitamin C sollte wirklich jeder kennen und zumindest schon einmal von seinen Vorteilen gehört haben. So ist es doch das bekannteste, wenn es um eine starke Abwehr und unser Immunsystem geht. Auch für mich ist es ein äußerst wichtiger Mikronährstoff. Ich vertrete die Meinung, dass in diesem Fall viel von diesem Vitamin auch tatsächlich viel hilft.

Doch Vitamin C hatte nicht immer diesen prominenten Status im Gesundheitssektor. Als der Nobelpreisträger Linus Pauling Mitte des letzten Jahrhunderts den Versuch unternahm, die Menschen über die Wichtigkeit von Vitamin C zu informieren, wurde er zunächst nicht ernst genommen. Stattdessen wurde er sogar als unseriös eingestuft. Den Siegeszug dieses “Haupt-Vitamins” konnte dies allerdings trotzdem nicht verhindern. Die Forschungen und Erfahrungen — teilweise sogar mit hohen Dosen — gehen weiter und verblüffen immer wieder mit neuen Erkenntnissen.

So kann sie ausreichend Vitamin C beispielsweise beim Abnehmen unterstützen, indem es an der körpereigenen Produktion von Carnitin beteiligt ist. Diesen Stoff benötigt der Körper, um Fette besser abbauen zu können. Eine hohe Dosis Vitamin C kann also deutlich die Fettverbrennung fördern.

Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin C schützt weiterhin unser Herz-Kreislauf-System. Bei Normalgewichtigen kann das Herz seine Aufgaben viel leichter bewältigen als bei Übergewichtigen. Vitamin C gilt zudem als Antioxidans und verhindert die Ablagerung von oxidierten Fettsäure-Molekülen in den Gefäßen. Weniger Plaque bedeutet somit auch weniger Herzinfarkte und Schlaganfälle.

Allergische Erkrankungen bis hin zu Asthma können außerdem mithilfe von Vitamin C bekämpft bzw. deutlich verbessert werden. Denn es reduziert die Ausschüttung von Histamin, das für die allergischen Reaktionen verantwortlich ist. Ein Anschwellen der Schleimhäute — auch in den Bronchien — zählt zu den typischen allergischen Symptomen und kann vermindert werden.

Mit ausreichend Vitamin C ist außerdem unsere Zahngesundheit sicher gestellt. Eindeutige Hinweise auf einen Vitamin-C-Mangel wären Zahnfleischbluten und Parodontose. Die Entzündung des Zahnfleischs wird durch einen belastenden Biofilm im Mundbereich ausgelöst. Belegt ist, dass Menschen mit einem niedrigen Vitamin-C-Spiegel häufiger an Parodontitis erkranken als diejenigen, bei denen eine ausreichende Versorgung nachgewiesen ist. Zusätzlich wird ein schlechter Zahnschmelz mit einem Vitamin-C-Mangel in Verbindung gebracht.

Auch Krebszellen mögen kein Vitamin C. Schon lange werden in der Komplementärmedizin deshalb bei Krebserkrankungen Infusionen mit Vitamin C verabreicht.

Man kann nicht früh genug beginnen, auch in der Schule schon dafür zu sorgen, die Kinder über Vitamin-C-haltige Lebensmittel zu informieren. Zu den Vitamin-C-reichen Lebensmitteln zählen u.a. Sanddorn, Hagebutten, Grünkohl, Paprika, Mangos und Kartoffeln. Aber auch die antioxidantienreichen Beerensorten wie Blaubeeren, Himbeeren, Erdbeeren und Johannisbeeren sind wertvolle Vitamin-C-Lieferanten. Besonders in der kommenden dunklen Jahreszeit empfehle ich meinen Patienten vermehrt Vitamin C zu einer gesunden, pflanzlichen Ernährung einzunehmen. Ein Winter ohne Erkältungskrankheiten, stattdessen mit allen gesundheitlichen Vorteilen wäre doch schön, oder?