So schützt du dich jetzt vor der Sonne

Eine junge Frau liegt in einer grünen Hängematte auf ihrem Balkon und sonnt sich.

Der Frühling ist da und pünktlich mit ihm die wärmeren Tage. Die Sonne steht höher und wärmt nicht nur unsere Gemüter, sondern auch unsere Haut. Obwohl die Ausgangs-Möglichkeiten derzeit aufgrund des Corona-Virus noch stark eingeschränkt sind, zieht es uns jetzt raus. Ein Ausflug in die Natur ist glücklicherweise möglich, wenn auch nur mit Sicherheitsabstand von mindestens zwei Metern zu deinen Mitmenschen. Einem alleinigen Aufenthalt unter freiem Himmel steht noch weniger im Wege. Schnapp dir ein gutes Buch und leg dich in den eigenen Garten oder auf den Balkon.

Was die Sonne betrifft, ist jetzt äußerste Vorsicht geboten. Oftmals unterschätzen wir die Stärke der Sonnenstrahlen in diesen anfänglichen Frühlingstagen. Zu euphorisch und genießerisch setzen wir uns den UV-Strahlen aus. Schützen wir uns jedoch ausreichend vor ihnen, steht dem Sonnen in angemessener Dosierung nichts im Wege.

Sicherlich kannst auch du es nach dieser anstrengenden und teils emotional aufwühlenden Zeit der Isolation kaum erwarten, den Schritt nach draußen zu wagen. Das Bedürfnis nach Wärme und Licht dürfte besonders in den vergangenen Wochen erheblich gestiegen sein. Damit du den mehrstündigen Spaziergang oder das erste Sonnenbad nicht bereust, möchte ich dir verraten, wie du jetzt die richtigen Vorkehrungen triffst. Du wirst erstaunt sein, wie du deinen Körper mit einfachen Tipps — auch von innen — auf den Sommer und die intensive Sonnenzeit vorbereiten kannst.

Die beste Zeit dafür ist jetzt!

1. Dosis und Tageszeit sind entscheidend:

Meide, so gut es geht, die Mittagssonne. Zwischen zwölf und 15 Uhr steht die Sonne am höchsten und die UV-Strahlung ist besonders stark. Das heißt natürlich nicht, dass du deine Mittagspause nicht draußen verbringen kannst. Achte zu dieser Tageszeit auf ausreichenden Schutz und setze dich nicht direkt zwei Stunden ungeschützt der Sonne aus. Durch Accessoires wie einen Hut und einer Sonnenbrille mit UV-Filter schützt du die empfindlichen Stellen deines Körpers. Leichte Kleidung aus Bio-Leinen, Hanf oder Bio-Baumwolle bedecken den Großteil deiner Haut. Das lockere Gewebe sorgt für ein angenehmes Tragegefühl und lässt dich nicht so sehr schwitzen.

Am besten nimmst du dir die südlichen Länder als Vorbild. Zwischen zwölf und 15 Uhr halten sie ihre Siesta und meiden somit die sonnen-intensivste Zeit des Tages.

2. Vitamin D eine Chance geben ohne Sonnencreme:

Die lebenswichtige Vitamin-D-Produktion wird von der Sonne nur dann aktiviert, wenn wir unsere Haut nicht mit Sonnenschutzmitteln eincremen. Die Zeit, die du dich so ungeschützt der Sonne aussetzt, solltest du wohl dosieren. Meide die Mittagshitze und nutze die frühen Stunden des Vormittages oder den späteren Nachmittag. Das Gute: Bereits nach 15 bis 20 Minuten in der Sonne setzt die Produktion des Sonnenhormons (Vitamin D) ein. Je nachdem wie hell dein Hautton ist und wie empfindlich deine Haut auf die Sonneneinstrahlung reagiert, solltest du die Sonnenzeit individuell anpassen. Neigst du beispielsweise zu Sonnenbrand und Rötungen, reduziere die ungeschützte Zeit zunächst und steigere die Aufenthaltsdauer allmählich. Hast du von Natur aus eher einen dunkleren Hautton, verträgst du vermutlich mehr Sonne als andere. 

3. Stärke dein Immunsystem mit ausreichend Flüssigkeit:

Während des Sonnenbads oder körperlicher Aktivität in der Sonne (Spaziergang, Joggen, Radtour, oder ähnliches) achte unbedingt auf entsprechende Flüssigkeitszufuhr. Bist du gut hydriert, sorgst du gemeinsam mit dem Sonnenlicht für ein starkes Abwehrsystem. Licht und Wasser spenden nicht nur Pflanzen, sondern auch uns Menschen Energie und regen die Zellproduktion an.

Zu wenig Wasser und zu viel Sonne wirken sich hingegen negativ auf unser Immunsystem aus.

Nicht selten kommt es bei einem Flüssigkeitsmangel zu Kreislaufproblemen, Übelkeit und Kopfschmerzen. Diese Symptome können Hinweise auf einen Sonnenstich sein. Der Körper leidet aufgrund der Hitze und muss sein natürliches Gleichgewicht wiederfinden. Das kostet ihn in den meisten Fällen Kraft und Energie, die er für andere Prozesse dann zunächst nicht aufwenden kann. Das wiederum kann dein Immunsystem kurzzeitig schwächen und den Körper für Einflüsse von außen angreifbar machen.

4. Vitamine und Antioxidantien schützen von innen: 

Auch deine Ernährung kann deiner Haut einen großartigen Schutz bieten. Nimmst du ausreichend Obst und Gemüse zu dir, versorgst du deine Zellen mit wertvollen Mikronährstoffen. Die Vitamine und Antioxidantien (sekundäre Pflanzenstoffe) nähren deinen Körper und wirken freien Radikalen (oxidativem Stress; schädliche Formen von Sauerstoff im Organismus) entgegen. Die Haut als Barriere zwischen innen und außen ist ein gutes Abbild deiner allgemeinen Gesundheit. Geht es ihr schlecht, zeigt sie es dir vielleicht mit trockenen Stellen, Juckreiz, Rötungen oder Unreinheiten. Beachte, dass dies mögliche Indizien für einen Nährstoffmangel sein können.

Eine überwiegend pflanzliche Kost hilft dir dabei, die Haut als Schutzbarriere aufrecht zu erhalten und sie vor schädlichen Reizen direkter Sonneneinstrahlung zu bewahren. Iss jetzt besonders carotinoid-haltiges Gemüse und Wurzelgemüse wie Paprika, Karotten, Kürbis, Süßkartoffeln und Tomaten. Sie enthalten Beta-Carotin und Lycopin. Beide gehören zur Gruppe der Carotinoide, die für einen hochwertigen Zellschutz verantwortlich sind. Beachte, dass die Bioverfügbarkeit von Lycopin in gekochten Tomaten, wie etwa Tomatensauce oder konzentriertem Tomatenmark, am besten ist. Durch das Erhitzen erhöht sich der Gehalt an Lycopin deutlich. Das Vitamin A (Beta-Carotin) aus orangenen und roten Gemüsesorten setzt du am besten frei, indem du bei der Zubereitung etwas kaltgepresstes Olivenöl hinzugibst. Denn die Vitamine sind fettlöslich und dein Körper kann sie so in größeren Mengen aufnehmen.

Dunkle Beeren sind nicht nur ein gesunder und köstlicher Snack, sondern sie liefern dir viele verschiedene Vitamine wie beispielsweise Vitamin C, A und E sowie sekundäre Pflanzenstoffe, sogenannte Anthocyane (rot-blauer Farbstoff der Beeren).

5. Achte auf gefüllte Mikronährstoff-Speicher

Um sicherzugehen, dass dir ausreichend Mikronährstoffe zur Verfügung stehen, empfiehlt es sich, neben einer pflanzlichen Ernährung, auch auf die Zufuhr von Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen zu achten. Ziehe hierfür gegebenenfalls ebenso qualitativ hochwertige Nahrungsergänzungsmittel in Betracht.

Die richtige Kombination von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen ist entscheidend. Sind deine Nährstoff-Speicher gut gefüllt, bist du nicht nur vor der Sonne, sondern auch vor vielen anderen Umwelteinflüssen gefeit und beugst gleichzeitig Nährstoff-Defiziten vor.