Rheuma heilen mit der richtigen Ernährung?

Frisches Gemüse und Obst liegen auf einem Tisch verteilt

Bei der entzündlichen Gelenkerkrankung “Rheumatoide Arthritis” handelt es sich meist um einen chronischen Krankheitsverlauf, der mit unterschiedlichen Beschwerden auftritt. Je nach Entstehungsfaktoren — hier spielen nicht nur genetische Prä-Dispositionen eine Rolle — fallen die Symptome unterschiedlich stark aus. Studien belegen, dass es neben der Genetik auch andere Auslöser für den Ausbruch der Erkrankung gibt.

Tierische Produkte lösen Entzündungen aus

Einen entscheidenden Einfluss haben erneut die Ernährung, einzelne Lebensmittel und die eigene Lebensweise sowie physische und psychische Umstände. Bewiesen ist, dass die Arachidonsäure — eine Omega-6-Fettsäure in tierischen Produkten — langfristig chronische Entzündungsprozesse im Körper auslöst und bereits bestehende Entzündungen noch verschlimmert. 

10 bis 25 Prozent der Rheuma-Patienten reagieren mit typischen rheumatoiden Symptomen wie etwa Morgensteifigkeit und Schwellungen an den Gelenken, wenn sie tierische Produkte wie Fleisch und Milchprodukte konsumieren. 

Tatsächlich können auch Lebensmittel-Unverträglichkeiten oder Allergien als Auslöser von Rheuma in Frage kommen. Hier kann unter Ausschluss verdächtiger Lebensmittel selbst getestet werden, ob der Körper mit Schmerzen und Entzündungen reagiert. Bei erneutem Verzehr von Kuhmilch-Produkten konnten bereits bei Patienten immer wieder Verschlechterungen festgestellt werden, nachdem sie die Milch über einen langen Zeitraum gemieden und sich die Beschwerden eigentlich bereits merklich verbessert hatten.

Erhöhter Nährstoffbedarf bei Rheuma

Es zeigt sich also, welch enormen positiven Einfluss eine Ernährungsumstellung bei Rheumakranken haben kann, wenn sie auf eine vegetarische, besser aber eine rein pflanzliche Ernährung umsteigen. Zu dem Verzehr von tierischen Produkten kommt heute aber leider auch eine Ernährungsweise, die aus verarbeiteten — in der Regel zu fettigen und zuckerhaltigen — Inhaltsstoffen besteht. Dadurch ergibt sich bei den meisten von uns auch mindestens ein Nährstoffmangel. Dieser Zustand hält in vielen Fällen zu lange an, ohne dass wir dies überhaupt bemerken. Unser Körper steht dann in ständiger Alarmbereitschaft und signalisiert uns über die jeweiligen Entzündungen, dass etwas im Argen liegt.

Stelle deine Ernährung um

Ernähren sich bereits an Rheuma erkrankte Patienten jedoch über einen längeren Zeitraum von ausreichend Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten, nehmen sie einen Großteil aller wichtigen Mikronährstoffe sowie Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, zu sich. Im Kampf gegen Entzündungen ist der erste Schritt mit einer pflanzlichen Ernährung getan. Der regelmäßige Verzehr von Gewürzen wie Ingwer, Kurkuma, schwarzem Pfeffer, Chili und Knoblauch kann die Entzündungsstoffe zusätzlich neutralisieren.

Ergänzend sollte bei der Behandlung von rheumatischen Erkrankungen aber auch die Aufnahme von Mikronährstoffen im Fokus stehen. Denn der Bedarf an Nährstoffen ist bei Rheuma massiv erhöht: Aufgrund der bestehenden Entzündungen befindet sich der Organismus permanent im Kampf-Modus. Die Zellen stehen ständig unter Stress. Dies zieht einen erhöhten Verbrauch an Mineralstoffen und Vitaminen nach sich. Auch klinische Untersuchungen zeigen, dass die Vitamine A, E, C und Spurenelemente wie Zink und Selen bei der Blutuntersuchung besonders auffällig sind.

Nutze unbedingt die Selbstheilungskräfte deines Körpers

Um sicher zu gehen, dass der Körper zur Heilung alle wichtigen Nährstoffe bekommt, rate ich deshalb unbedingt zu einer Überprüfung des eigenen körperlichen Status quo. Denn liegt auch nur ein einziger Mangel vor, kann dies unseren gesamten Stoffwechsel aus der Bahn werfen und eine Reihe von Funktionseinschränkungen nach sich ziehen. Mögliche Selbstheilungswege könnten wir uns dadurch verbauen.
Bei Rheuma sollten wir also nichts dem Zufall überlassen.

Falls du selbst von Rheuma oder einer anderen entzündlichen Gelenkerkrankung betroffen bist, dann schaue dir unbedingt diesen ausführlichen Beitrag zur richtigen Ernährung bei Rheuma an und teile ihn gerne auch mit anderen Betroffenen.