Krank durch Magnesiummangel

Abgebildet sind magnesiumhaltige Nüsse und Samen sowie schwarze Schokolade

Mikronährstoffe sind wie kleinste Zahnräder in einem exakt laufenden Uhrwerk. Fehlen einige, funktioniert es ungenau oder in Teilbereichen gar nicht. Genau das geschieht in unserem Körper, wenn wir nicht ausreichend mit allen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen versorgt sind.

Aufgaben von Magnesium im Körper

Liegt etwa ein Mangel an Magnesium vor, können viele lebensnotwendige Aufgaben nicht erfüllt werden. Magnesium ist der “Chef” bei der Erzeugung unserer Energie. Haben wir zu wenig, können unsere Zell-Öfchen, die Mitochondrien, nicht ausreichend Kraft aus der Verbrennung von den mit der Nahrung zugeführten Eiweißen, Kohlenhydraten und Fetten bilden. Erst durch Magnesium und Kalium kommt die Verbrennung so richtig in Fahrt.

Magnesium ist auch der Aktivator von etwa 600 Enzymen und für den reibungslosen Ablauf von mindestens 80 Prozent aller Stoffwechselprozesse elementar.

 

Gemeinsam mit Vitamin D und Kalium sorgt es für einen gesunden Knochenstoffwechsel und einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt. Magnesium wirkt ausgleichend auf das gesamte Herz-Kreislauf-System sowie beruhigend und stabilisierend auf Nerven und Muskeln. Bei Herzrhythmusstörungen und hohem Blutdruck sollte immer auch an einen bestehenden Magnesium- und Kaliummangel gedacht werden.

Gründe für den häufigen Magnesium-Mangel

Eine Magnesium-Unterversorgung ist leider extrem häufig. Man geht davon aus, dass in den letzten hundert Jahren der Gehalt von Magnesium und Kalzium in Lebensmitteln wie Spinat, sämtlichen Kohlsorten und anderen Gemüsesorten um 90 Prozent zurückgegangen ist. Auch Nüsse und Leinsamen haben an Magnesium eingebüßt. 

Nicht verwunderlich, denn heutzutage sind durch die Monokulturen und die Düngemethoden unsere Böden generell wesentlich ärmer an Mineralien. 

Wenn diese Stoffe bereits in den Böden fehlen, wie sollen sie dann in den Nahrungsmitteln vorhanden sein?

Sicherlich verhält sich das im biologischen Anbau etwas anders. Doch greifen die meisten Menschen leider noch viel zu oft zu Produkten aus der konventionellen Landwirtschaft.

Dosierung und Aufnahme von Magnesium

Die täglich empfohlene Tagesdosis von Magnesium liegt für einen gesunden Erwachsenen bei 400 mg. Anders sieht es aus, wenn Stress, starke körperliche Belastung, Stillzeit, Wachstum und Alter hinzukommen. Insbesondere bei medikamentös behandelten Zivilisationskrankheiten — mit entwässernden Medikamenten, Kortison, Diabetes- und Abführmitteln — und der Einnahme der Antibabypille, kommt es zu einer erhöhten Ausscheidung von Magnesium. In vielen Fällen können außerdem Störungen bei der Aufnahme von Magnesium entstehen.

Der richtige Test kann Aufschluss geben

Am besten lässt du deinen Magnesiumspiegel im Vollblut bestimmen. Denn Magnesium befindet sich vorwiegend in der Zelle. Die normale Blutuntersuchung findet jedoch im Serum statt, also außerhalb der Zelle. Da der Körper aber bemüht ist, diesen Spiegel im Serum aufrecht zu erhalten, lässt sich ein Mangel bei der herkömmlichen Blutuntersuchung nur schwer entdecken.

Besteht jedoch ein aufgedeckter Mangel, sollten Lebensmittel mit einem hohen Magnesiumanteil bevorzugt werden. Zu den Hochkarätern der natürlichen Lieferanten von Magnesium zählen Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Nüsse, Hülsenfrüchte, Haferflocken und Reis. Um jedoch sicher ausreichend versorgt zu sein, kann daher Magnesium in Form von Nahrungsergänzung empfehlenswert sein.