5 Tipps gegen Burnout

Der Begriff des Burnout-Syndroms steht übersetzt für das “Ausgebranntsein” eines Menschen und bezieht sich meist auf den psychischen Zustand, dessen charakteristische Symptome anhaltende Müdigkeit bis zur totalen Erschöpfung und dem Gefühl einer inneren Leere sind. Oftmals gesellen sich zu den psychischen Beschwerden auch körperliche hinzu. Dies können Schmerzen in verschiedenen Körperregionen sein oder auch chronische Probleme mit der Verdauung bedeuten. Auslöser ist meist lang anhaltender Stress im Berufs- oder Privatleben, häufig auch die Mischung aus beidem.

Aufgrund der unterschiedlichen Beschwerden, die sich über einen längeren Zeitraum entwickeln und mitunter auch verändern können, ist es schwer, die von den Betroffenen beschriebenen Symptome allein der Diagnose “Burnout” zuzuschreiben.
Eine medizinische Klassifikation fehlt bis heute, da der Forschungsstand zum Burnout-Syndrom noch nicht ausreichend abgedeckt ist.

Sicher ist jedoch, dass das Burnout-Syndrom langsam fortschreitet und sich unterschiedliche Phasen bei den Patienten beobachten lassen. Betroffen sind meist Menschen, die sich ihrem Beruf und anderen Menschen stark verpflichtet fühlen. 

Ein enormes Engagement in ihrem Berufsfeld und eine ebenso hohe soziale Kompetenz zeichnet solche Charaktere aus.

Sie geben viel von ihrer Zeit und Energie für andere und stellen die eigenen Bedürfnisse oft stark zurück. Erst spät merken sie, dass kaum mehr Zeit für sie selbst übrig bleibt, weshalb sie sich von ihrer Arbeit kaum mehr erholen können. Ihre Aufopferung für andere geht mit der Zeit über in verminderte Belastbarkeit, Niedergeschlagenheit und aufgrund der chronischen Müdigkeit fühlen sie sich zunehmend antriebs- und motivationslos.

Der Leistungsdruck und die Erschöpfung prägen die Abwärtsspirale, in der sich die ausgebrannten Personen befinden. Die Symptome sind nicht mehr zu ignorieren und die psychosomatischen Beschwerden sind auch nach außen hin nicht länger zu verbergen. 

Dabei gibt es einen Weg aus dem Burnout zurück in ein Leben voller Lebensfreude und Gesundheit.

Wenn du dich mit dem zuvor beschriebenen Erschöpfungs-Zustand identifizieren kannst und viele Symptome auf dich zutreffen, dann solltest du dich unbedingt an einen Arzt deines Vertrauens wenden.

Im Folgenden möchte ich dir mit den fünf Tipps gegen Burnout Mut machen, dein Leben wieder in entspannte Bahnen zu lenken.

  1. Wenn dich das Leben nur so überrollt und du dich von dem eigenen Gefühl, funktionieren zu müssen so überfordert fühlst, dass es dir schwer fällt, aus dem Bett zu kommen, suche unbedingt einen Arzt auf. Leidest du zusätzlich unter körperlichen Schmerzen oder anderen Beschwerden haben sich bereits entwickelt, wird es höchste Zeit, dich einem Experten anzuvertrauen.
  2. Lasse von deinem behandelnden Arzt unbedingt auch dein Blut untersuchen, am besten im Vollblut. Dieser Test sollte Aufschluss über gewisse Mängel geben. Denn stehst du unter chronischem Stress und psychischem Druck, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass dein Körper übersäuert ist. Hinzu kommt, dass deine Vitamin- und Mineralstoffspeicher aufgebraucht sein könnten, da dein Körper in stressigen Phasen versucht, mit Mineralien wie Magnesium oder Kalium in einem basischen Milieu zu bleiben. Ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt ist das A und O für einen funktionierenden Organismus und Stoffwechsel. Lasse jedoch nicht nur dein Magnesium- und Kaliumvorrat überprüfen, sondern dein Blut auch auf dein Vitamin-D-Spiegel testen.
  3. Achte auf eine vollwertige pflanzliche Ernährung. Das heißt, nimm dir bewusst Zeit für deine Mahlzeiten und vermeide stressiges Essen zwischendurch. Deine Nahrung sollte dir Energie geben und nicht ein weiterer Energieräuber sein. Sie sollte aus unverarbeiteten Lebensmitteln bestehen, die frei von Industriezucker und fettarm sind. Hierfür eignet sich besonders frische Rohkost. Verarbeite sie auch gerne zu Smoothies.
  4. Gönne deinem Körper und deiner Seele genug Ruhephasen, indem du dir bewusst Zeit einräumst, in der es nur um dich und deine Bedürfnisse geht. Nimm dir ein Buch, koche dir eine Tasse Tee oder lasse dir ein Basenbad ein, indem du den Tag ausklingen lässt.
  5. Achte auch auf ausreichend Schlaf und verbessere deine Schlafqualität. Mache Störfaktoren in deinem Schlafzimmer aus und trenne Arbeitsplatz sowie Medien von deinem Ort der Ruhe und Entspannung. Umgeben wir uns ständig mit den sozialen Medien und sind auch nach der Arbeit noch zugänglich, findet unsere Erreichbarkeit gar kein Ende und wir keine Ruhe mehr. 

Wie du siehst, ergänzen sich mentale und körperliche Entspannung. Ob dies nun bei einem Bad oder beim Sport, einer Meditation oder in Gesellschaft deiner Liebsten ist, entscheidest du selbst. Wichtig ist, dass du wieder lernst, auf deine eigenen Bedürfnisse zu achten. In unserem Leben, das immer hektischer wird und mit den digitalen Technologien vermehrt Aufmerksamkeit von uns verlangt — oft rund um die Uhr –, verlieren wir uns leicht in den Erwartungen anderer.