Weltvegantag

Ein kleines Mädchen kniet im Gras vor einem kleinen Schwein und versucht es zu küssen

1,3 Millionen Veganer*innen gibt es mittlerweile allein in Deutschland – und die Tendenz ist ganz klar steigend. Auch der Lebensmittelmarkt steht hierzulande so gut dar wie nie zuvor. Auf der Liste der weltweiten Neueinführungen für vegane Nahrungsmittel und Getränke nimmt Deutschland in diesem Jahr sogar Platz eins ein und führt mit dem global-größten veganen Angebot.

Sich vegetarisch oder vegan zu ernähren hat nichts mehr mit Verzicht zu tun, sondern eher mit der persönlichen Wahl, sich für den Tierschutz und gegen das Tierleid zu entscheiden.

Ein rasant steigendes Angebot veganer Lebensmittel, vegane Koch- und Backbücher, Restaurants und Imbisse mit rein pflanzlichen Speisekarten – es gibt kaum einen Bereich, in den die pflanzliche Ernährungsweise noch nicht vorgedrungen ist. Gute Gründe, diesen Tag, den Weltvegantag am 1. November jeden Jahres, noch mehr zu feiern und mehr Menschen darüber zu informieren, wie sie ihre Ernährung am besten umstellen.

Ein veganer Tag pro Woche macht schon einen großen Unterschied für die Tiere

Niemand ist perfekt und das sollte auch nicht der Anspruch sein. Aber jede einzelne Mahlzeit, bei der wir uns gegen Tierleid und für unseren Planeten entscheiden wird, so klein sie auch sein mag, im Großen und Ganzen viel bewirken können. Wollen wir unsere Erde und alle Lebewesen, die sie bewohnen, schützen und erhalten, müssen wir alle dazu beitragen. Alte Gewohnheiten aufzugeben ist nicht immer einfach und doch schrittweise möglich. Vor allem bei der Ernährung und der täglichen Auswahl an Lebensmitteln, die auf unseren Tellern landen, stimmen wir jedes Mal für eine tierleidfreie Zukunft – oder dagegen.

Nichts haben wir so sehr selbst in der Hand wie das, was wir täglich konsumieren. 

2020 gibt es so viele vegane Produkte, mit denen sich nahezu jedes Tierprodukt ersetzen lässt. Warum sollten wir also nicht die gewaltfreie Möglichkeit wählen, wenn es sie gibt?

Tierprodukte schlecht fürs Klima

Tierprodukte und deren Produktion verursachen einen erheblichen Anteil der Treibhausgas-Emissionen. Laut Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisationen der Vereinten Nationen (FAO) sind Nutztiere für etwa 15 Prozent der vom Menschen verursachten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Prognosen für 2050 sagen bei derzeitigem Verbrauch von Fleisch und anderen tierischen Produkten einen Anstieg von 80 Prozent der weltweiten Emissionen voraus. 

Eine Ernährungsweise mit vorwiegend pflanzlichen Nahrungsmitteln ist hingegen wesentlich weniger klimaschädlich. Denn tierische Produkte benötigen deutlich mehr Land und andere Ressourcen für die Produktion als pflanzliche.

CO2-Einsparungen mit regionalen und saisonalen Produkten

Wenn du dich noch nicht vegan ernährst und es dir wie ein unheimlich großer Schritt erscheint, dann gehe zunächst kleinere und taste dich langsam heran.

Wie wäre es, wenn du von heute an mehr auf regionale und saisonale Produkte setzt? Mit ihnen kannst du schon viel für unser Klima tun und CO2 einsparen. Wir sind es so sehr gewohnt, dass uns alles ganzjährig zur Verfügung steht, vergessen dabei aber, dass unheimlich lange Transportwege hinter vielen Obst- und Gemüsesorten liegen.

Entscheidest du dich hingegen für Saisonware aus deiner unmittelbaren Umgebung, unterstützt du auch noch die kleinen Höfe mit ihrem Angebot. 

Damit du weißt, wann welche Obst- und Gemüsesorten Saison haben, schenke ich dir heute diesen Saisonkalender.

Jetzt runterladen!

So hast du jeden Monat im Jahr den Überblick über Obst- und Gemüsesorten, die in Deutschland wachsen und zu ihrer Erntezeit auch noch richtig gut schmecken sowie besonders reich an Nährstoffen sind. Drucke dir den Kalender am besten direkt aus und hänge ihn an deinen Kühlschrank oder an einen anderen sichtbaren Platz in der Küche. So kannst du dich vor dem nächsten Einkauf an ihm orientieren und wirst gleichzeitig kreativer mit den Nahrungsmitteln, die gerade zur Verfügung stehen.