Vorsorge statt Nachsorge: Warum wir erst handeln, wenn es fast zu spät ist

Ein junges Paar steht zusammen in der Küche und schneidet mit der Tochter Gemüse für einen Salat

Die bekannten Zivilisationskrankheiten nehmen immer weiter zu. Bluthochdruck, Diabetes Typ II, Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind Folgen unseres täglichen Lebensstils. Dieser hat sich vor allem in den letzten 70 Jahren massiv gewandelt.

Verarbeitete Lebensmittel mit chemischen Zusatzstoffen 

Gerade unsere Ernährungsgewohnheiten haben sich in den Industrienationen stark an Veränderungen und moderne Entwicklungen angepasst. Chemische Komponenten in unserer Nahrung wie Pestizide, Zusatz-, Farb-, Süß- und Konservierungsstoffe finden wir mittlerweile in fast allen verarbeiteten Lebensmitteln. Täglich haben wir die Wahl zwischen 100.000 verschiedenen Nahrungsmitteln, von denen 95 Prozent stark verarbeitet sind.

Unter der Fülle an Lebensmitteln befindet sich außerdem ein immer größer werdender Anteil tierischer Produkte. Diese senden nicht nur artfremde Botenstoffe in deinem Körper aus und beeinflussen dein Hormonsystem, sondern wirken sich mit dem vielen Eiweiß und gesättigten Fettsäuren negativ auf deinen ganzen Organismus aus. Längst ist bewiesen, dass zu viele tierische Lebensmittel die Entstehung von Krankheiten begünstigen und für die Zunahme der genannten Erkrankungen verantwortlich sind.

Obwohl wir es besser wissen, handeln wir entgegen der gesundheitlichen Empfehlungen

Essen schmeckt gut, riecht gut und verführt uns allzu oft. Auch soziale Faktoren spielen eine große Rolle, entscheiden über unsere tägliche Auswahl an Nahrungsmitteln und darüber wie viel wir zu uns nehmen. In Gemeinschaft essen wir mehr und öfter als alleine. Essen ist Kultur, Tradition, stillt Bedürfnisse, tröstet und versorgt uns im besten Falle mit wichtigen Nährstoffen. Doch insbesondere der letzte Aspekt kommt heutzutage viel zu kurz. Ein stressiger Arbeitsalltag, Verpflichtungen und andere Faktoren unseres Informationszeitalters sorgen dafür, dass wir uns von natürlichen Gegebenheiten entfremden. Stress und die Zunahme psychischer Erkrankungen stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit gesundheitlichen Problemen und chronischen Schmerzen. Bewegungsmangel, schlechte Ernährung, ein daraus resultierender Mangel an Mikronährstoffen und zu wenig Ruhephasen sind Auslöser ernsthafter Krankheiten. Auch wenn die meisten von uns wissen und merken, dass das auf Dauer kein Zustand ist, versuchen wir durchzupowern. 

Schmerzmittel unterdrücken für einen gewissen Zeitraum unsere Beschwerden, bis sie an anderer Stelle hervorkommen.

Erst wenn die Schmerzen überhandnehmen, wir uns ausgebrannt haben und nicht mehr können, suchen wir einen Arzt auf, lassen uns krankschreiben, bis wir die Arbeit erneut aufnehmen und im schlimmsten Fall wieder an den Ausgangspunkt der Schmerzen gelangen.

Statt präventiv mit unserer Gesundheit umzugehen, reizen wir das Potenzial unseres Organismus so weit aus, bis wir auf Hilfe von außen angewiesen sind. Hier kommt meine Rolle als Ärztin und Ernährungsmedizinerin zum Tragen. 

Vorsorge statt Nachsorge: So kann es gehen!

Obwohl ich viele Menschen auf ihrem Weg zu besserer und vor allem nachhaltiger Gesundheit begleite, bin ich immer wieder erstaunt, wie viele andere Maßnahmen die Patienten vorher schon ergriffen haben. Ohne langfristige Erfolge. Tatsächlich ist eine Ernährungsumstellung in vielen Fällen der letzte Weg, meiner Erfahrung nach aber der effektivste. 

Wie du deine Gesundheit im Falle von Erkrankungen oder chronischen Beschwerden nicht nur wiedererlangst, sondern auch ein Leben lang erhalten kannst, erfährst du in meinem neuen Buch „Klartext Ernährung“.

Auf knapp 600 Seiten geben der renommierte Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Claus Leitzmann und ich Antworten auf alle wichtigen Fragen zu den Themen Ernährung und Gesundheit. Erfahre außerdem, wie Lebensmittel vorbeugen und heilen.