Und was ist mit Fisch?

Eine junge Frau hält einen Teller mit einem Stück Lachs in den Händen. Sie guckt geschockt und hat den Mund weit aufgerissen.

Es scheint, als würde der Verzehr von Fisch immer noch einen allzu guten Ruf bei vielen Menschen haben. Aufgrund seiner positiven Aspekte wie beispielsweise dem hohen Gehalt an Eiweiß, Jod und Selen sowie den entzündungshemmenden Eigenschaften der Omega-3-Fettsäuren, steht Fisch im Vergleich zu rotem Fleisch durchaus besser da. Auch die geringen Mengen an gesättigten Fettsäuren und der hohe Anteil der fettlöslichen Vitamine A und D machen Fisch als Lebensmittel attraktiv. Gerade in der Fitness-Szene und bei Abnehm-Willigen sowie Anhängern bestimmter — insbesondere kohlenhydratreduzierter — Diätprogramme bieten Lachs, Makrele, Thunfisch und andere Fettfische zusammen mit Gemüse beliebte Gerichte.

Doch ist Fisch wirklich so gesund und wie wirkt sich der hohe Fischkonsum auf unsere Umwelt beziehungsweise auf die Meere aus?

Schwermetalle, Parasiten und Plastik: Meeresfrüchte bergen so manche Gefahren

Abgesehen von den Vorteilen des Fischverzehrs ist Fisch aus verschiedenen Gründen ernährungstechnisch abzulehnen. Gesundheitsgefahren lauern auch hier. Quecksilber, Würmer, Antibiotika und Mikroplastik können in Fischfleisch vorkommen und damit unseren Organismus belasten. Das kann sowohl kurzfristige als auch langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit haben.

So können beispielsweise unmittelbar nach dem Verzehr von schwach marinierten, ungenügend erhitzten oder nicht ausreichend geräucherten Fischen, die mit dem sogenannten Anisakis-Wurm befallen sind, Schwindel und Übelkeit auftreten. Im Extremfall kann die Besiedlung mit dem Wurm zu einem Darmdurchbruch führen. Wie du dir vorstellen kannst, ist das keine besonders angenehme Vorstellung. 

Auch Ablagerungen von Schwermetallen in Fisch, wirken sich auf deinen Organismus aus. Beispielsweise ist vor allem der übermäßige Konsum von Thunfisch, der mit Quecksilber belastet ist, äußerst schädlich für dich. Die Anreicherung des Schwermetalls im Körper kann langfristig sogar zu Nervenschädigungen und neurologischen Erkrankungen führen. Parasiten in Sushi, Fadenwürmer in Heringen, die Liste könnte weitergeführt werden: Dies ist sicherlich keine besonders reizende Vorstellung und macht nicht unbedingt Appetit auf die Meeresbewohner, oder?

Überfischung und Aquakulturen

Mittlerweile ist man schon viel auf Aquakulturen umgestiegen. Fische werden dort jedoch ebenso in Massen gezüchtet, wie Kühe, Schweine und andere Tiere, die wir essen, auf dem Land. Lachse stammen beispielsweise etwa zur Hälfte aus Aquakulturen. Dabei hat auch im Wasser die Massentierhaltung längst Einzug gehalten: Enge Käfige, ungeeignete Futtermittel sowie der Einsatz von Antibiotika sind äußerst bedenklich.

Neben den gesundheitlichen Missständen, die der Fischverzehr mit sich bringt, möchte ich aber vor allem auf die extreme Überfischung aufmerksam machen. Viele Fischarten, die im Salzwasser leben, sind in ihrem Bestand mittlerweile deutlich reduziert. Damit sich diese Fischbestände wieder regenerieren könnten, müssten wir sofort einen Schlussstrich hinter den industriellen Fischfang ziehen. Doch davon ist leider kaum auszugehen. Um diese Industrie nicht weiter zu unterstützen, aber ebenso um deine Gesundheit zu bewahren, rate ich dir, deinen Fischkonsum drastisch zu reduzieren, wenn nicht sogar ganz einzustellen. 

Die positiven Effekte von Fisch wie die Nährstoffe und Vitamine, findest du auch in pflanzlichen Nahrungsmitteln. In meinem Buch „Klartext Ernährung“, das ich gemeinsam mit dem renommierten Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Claus Leitzmann geschrieben habe, stelle ich dir alle pflanzlichen Lebensmittel vor und beschreibe ihre unglaubliche Heilwirkung auf deinen Körper. Erfahre außerdem alles über Vitamine und Mineralien und wie du deinen Bedarf optimal decken kannst — auch ohne tierische Produkte.