Schluss mit dem Fresskoma: So können Sie es schaffen!

Ein unglückliches Paar sitzt mit halbleeren Pizzakartons auf der Couch und hält sich die vollen Bäuche

Fakt ist: Ohne unsere Mahlzeiten beziehungsweise unsere tägliche Energiezufuhr wären wir auf Dauer nicht überlebensfähig und somit auch nicht fähig, uns zu vermehren sowie unsere Art zu erhalten. Wir hätten erhebliche Konzentrationsprobleme, da unserem Gehirn die Energie zum Denken fehlen würde und unser tägliches Arbeitspensum könnten wir kaum erfüllen.

Fakt ist aber auch: Ein Überfluss an Nahrung, so wie wir ihn heute in den westlichen Industrienationen und vor allem in Europa vorfinden, wird immer mehr zum Problem.

Damals und heute

Wechselten sich bei unseren Vorfahren Zeiten ausreichender Versorgung mit Zeiten der Nahrungs-Knappheit regelmäßig ab, herrscht mittlerweile ein Überangebot in den Supermärkten. Wir bekommen jederzeit und überall etwas zu “beißen”. Die Nahrungsmittel-Beschaffung ist ebenso einfach wie kostengünstig. Paradebeispiel dafür ist das “Fast-Food”, mit dem wir uns stets auf die Schnelle mit Essen versorgen können — leider hauptsächlich mit ungeeignetem Essen für unseren Körper.

Heute

Dadurch, dass Nahrung für uns permanent verfügbar ist und die Angebote — vor allem auch diejenigen “to-go” — täglich so verlockend sind, essen viele Menschen ständig und meist über ihren eigentlichen Bedarf hinaus. Hinzu kommt, dass die wenigsten von uns ihren Hunger tatsächlich noch als solchen identifizieren können.

Eine übergewichtige Frau sitzt in einem Fast Food Reataurant und isst ein fettiges und ungesundes Gebäck

Denn beim Verzehr von Nahrungsmitteln spielen heute wesentlich mehr Faktoren eine Rolle als bei der Nahrungsmittel-Knappheit früher. Damals schleppte man sich von Hungerperiode zu Hungerperiode, während sich heutzutage alle von Mahlzeit zu Mahlzeit hangeln.

Und für zwischendurch gibt es auch hier und da süße und herzhafte Snacks. Ob man nun tatsächlich Energie benötigt oder nicht — es wird gegessen, was auf den Tisch kommt; oder: An was man gerade vorbeikommt. 

Essen ist etwas Soziales, es bringt Menschen zusammen, verbindet Kulturen und kann Emotionen wie Wut, Frustration und Trauer besänftigen — zumindest für den Moment. War damals Nahrung verfügbar, wurde schlichtweg gegessen, um die nächste Hungersnot zu überleben und die Fortpflanzung zu sichern.

Gerade deshalb ist es genetisch und tiefenpsychologisch in uns verankert, jedes Mal beherzt zuzugreifen, wenn es etwas zu essen gibt. In unserer heutigen Zeit kann dieses Verhalten jedoch fatale Auswirkungen haben. Ständiges Essen über unseren Hunger hinaus — und das meist bei jeder Mahlzeit — oder permanentes Snacken zwischendurch führen vor allem in den Mittagsstunden in ein regelrechtes Fresskoma.

Da der Magen sehr viel Blut benötigt, um die frisch zugefügten Nährstoffe aufzuspalten, fehlt die Energie in anderen Bereichen unseres Körpers: Der Blutdruck sinkt und wir werden müde und träge. Uns fehlen der Antrieb und die nötige Power. Das ist tatsächlich ein Widerspruch in sich. Denn ausreichend Energie haben wir ja eigentlich zur Verfügung gestellt. Doch leider kann unser Organismus mit dieser Fülle nicht umgehen.  

Intervallfasten ist in unserem genetischen Code verankert und eine Möglichkeit, zwischen Hunger und Lust wieder unterscheiden zu lernen.

Abgebildet ist ein weißer runder Teller mit einem Holzlöffel und einer Holzgabel, die als Zeiger gemeinsam eine Uhrzeit legen.

Im Gegensatz zur Situation unserer Vorfahren — dem stetigen Wechsel zwischen Hungersnot und Nahrungsaufnahme — fehlt uns eine Fastenphase, die unserem Körper erlaubt, Nährstoffe in Ruhe zu verwerten und Abfallstoffe zu recyclen beziehungsweise aus dem Körper zu schleusen.

Das Prinzip des Intervallfastens imitiert die Lebensbedingungen unserer Vorfahren und schafft das optimale Verhältnis von Fastenphase und Nahrungszufuhr.

Auf diese Weise ermöglichen wir unserem Körper genau die Reize, die wir benötigen, um ein langes und gesundes Leben führen zu können. 

Die Autophagie, ein Mechanismus, der die Selbstheilungskräfte in unserem Organismus anregt und die Verwertung von Abfallstoffen anregt, tritt nach 12-stündiger Fastenzeit ein. Indem wir den Fastenzeitraum auf 16 Stunden ausweiten, optimieren wir diese Wirkung. Fasten ermöglicht uns, Hunger wieder richtig wahrzunehmen und nicht nur aus Lust und Appetit zuzuschlagen. 

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