Multitalent Magnesium

Lebensmittel wie Nüsse, Hülsenfrüchte, Avocado, Spinat, Bananen und dunkle Schokolade sind auf einem Tisch verteilt

Magnesium ist eines der wichtigsten Mineralien für unseren Körper. Da wir es selbst nicht herstellen können, müssen wir Magnesium von außen zuführen und ausreichend in unsere Ernährung integrieren. Seine Hauptaufgabe erfüllt Magnesium in jeder einzelnen unserer 100 Billionen Zellen. Dort ist es unerlässlich für einen reibungslosen Stoffwechsel, denn Magnesium ist an über 300 Stoffwechselprozessen in unserem Organismus beteiligt. Dies bedeutet, dass ohne Magnesium nichts im Körper funktioniert — ein geregelter Zellstoffwechsel wäre nicht möglich.

Die typischen Symptome bei einer Unterversorgung mit Magnesium ähneln denen eines Kaliummangels. Dies ist nicht verwunderlich, denn auch dieses Mineral ist für den internen Zellstoffwechsel unerlässlich. Ein Erwachsener speichert etwa 25 g, von denen sich mehr als die Hälfte als Depot in den Knochen befindet. Von allen Mineralstoffen findet man in unserer Bevölkerung eine Unterversorgung von Magnesium und Kalium am häufigsten. Ohne Magnesium kann unser Körper keine Energie herstellen.

Erschöpfung, Müdigkeit und eine generelle Antriebslosigkeit sind die Auswirkungen eines Mangels und als häufigste Symptome zu bemerken. Zudem können die Zellen keine Eiweiße aufbauen, die nicht nur für die Muskeln notwendig sind, sondern auch für ein intaktes Immunsystem. Infektanfälligkeit und Kraftverlust sind mögliche Folgen. Des Weiteren reguliert Magnesium die Freisetzung von Stresshormonen. Aber auch der Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel funktioniert nur mit diesem Elektrolyt reibungslos. Deshalb sind Gewichtsprobleme trotz Diät eine häufige Begleiterscheinung eines Magnesiummangels.

Magnesium ist außerdem für die Steuerung der Erregungsleitung zwischen Nerven- und Muskelzellen verantwortlich. Das Zucken in der Augengegend, vor allem an den Augenlidern — auch als Tic bezeichnet –, ist daher ebenfalls Ausdruck eines solchen Mangels. Mehr noch: Kälteempfindlichkeit, Missempfindungen an den Händen und Füßen, Krämpfe — nicht nur in den Beinen –, starke Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen, Konzentrationsstörungen sowie Schlafstörungen sind weitere Symptome. Selbst Episoden von Tinnitus können mit diesem Defizit einhergehen. Die Liste ließe sich noch lange fortführen.

Wie aber lässt sich nun ein solcher Mangel vermeiden? Die Empfehlungen für den täglichen Bedarf liegen zwischen 300 und 400 mg — eine Menge, die viele von uns nicht erreichen. Die Gründe für den häufigen Mangel sind vielfältig: zu viel Alkohol, Pilleneinnahme, blutdrucksenkende Arzneimittel, häufige Einnahme von Abführmitteln, Fast-Food-Ernährung, Mangel an anderen Vitaminen und bereits bestehende Erkrankungen wie Diabetes, Herz- sowie Nierenerkrankungen, Schwangerschaft und Stillzeit, starkes Schwitzen durch Sport und, nicht zu vergessen, ein hohes Alter.

Die Lösung scheint einfach: Ernähren Sie sich magnesiumbetont mit hochwertiger Pflanzenkost. Allen voran beherbergen Nüsse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, aber auch Spinat, Kohlrabi, Leinsamen, Sonnenblumenkerne und Obst wie Himbeeren und Bananen viel von diesem wertvollen Vitalstoff. Wenn Sie jedoch sicher gehen wollen, können Sie ein hochwertiges Magnesium in Form von Magnesiumcitrat als Nahrungsergänzung, am besten in Kombination mit Kalium, zu Ihrer normalen, im Idealfall pflanzlich basierten Ernährung zufügen.