Moderates Basenfasten

Noch sechs Wochen lang können wir die traditionelle Fastenzeit zum Anlass nehmen, uns von „Abfall“ zu befreien, der unsere Gesundheit einschränkt. Da Fasten aber Stress und Entzug bedeuten, was die meisten nicht mögen, biete ich meinen Patienten eine auf Basen fokussierte Ernährung an. Ich habe diese Kostform moderates Basenfasten genannt. So können Sie fasten, ohne vollständig auf Nahrung verzichten zu müssen. Die heilenden Effekte haben Sie dennoch.
Noch mehr sogar: Das moderate Basenfasten ist hocheffizient, weil es direkt auf das Kernproblem unserer „inneren Vermüllung“ ausgerichtet ist.

Warum gerade Basenfasten?

Insbesondere durch die extrem hohe Zufuhr von Eiweißen tierischer Herkunft hat unser Körper ein großes Problem – ich meine, es ist eines der größten Gesundheitsprobleme überhaupt. Denn durch den Verzehr von tierischen Produkten (Eiweißen und Fetten) nehmen wir ein hohes Maß an Säuren zu uns.
Der Verzehr von Fleisch- und Milchprodukten ist drastisch gestiegen.

Der Fleischkonsum nahm die letzten 50 Jahre um 50 Prozent zu und der Konsum speziell an Schweinefleisch sogar um 85 Prozent.

Eine Übersäuerung des Bindegewebes, das der Versorgungsraum aller unserer Zellen ist, wird durch diese Ernährung unumgänglich. Der Grund: Genetisch sind wir an eine Ernährung mit Basenüberschuss angepasst.

Wichtig zu wissen: Sauer schmeckende Lebensmittel, die auch einen sauren pH-Wert aufweisen, sind keineswegs immer säurebildend. Saure Früchte, wie Zitronen, Limetten, Orangen wirken wegen ihrer organisch gebundenen Mineralien wie Kalium, Magnesium, Kalzium und auch Natriumcitrat basisch. Sie kommen vor allem in Obst, Salaten, Kräutern und Gemüse vor und mindern den krankmachenden Säureüberschuss. Nahrungsmittel wirken umso mehr säurebildend, je mehr Phosphat, Chlorid, Sulfat und Schwefel enthalten sind. Diese Mineralien sind in großen Mengen hauptsächlich in tierischen Nahrungsmitteln wie Fleisch, Wurst, Milchprodukten, Fisch und Eiern.
Im Internet finden Sie gute Tabellen, in denen genau aufgelistet ist, welche Nahrungsmittel als sauer oder basisch einzustufen sind. Optimal ist ein Verhältnis von etwa 80:20 basenüberschüssigen zu säureüberschüssigen Nahrungsmitteln. Je länger Sie Ihre Nahrung entsprechend basenbildend auswählen – vielleicht ja sogar über die Fastenzeit hinaus – werden Sie erleben, dass die Entgiftungs- und Ausleitungsprozesse nicht nur Ihr körperliches, sondern auch das geistig-seelische Wohlbefinden massiv verbessern.
Tun Sie sich in dieser Zeit noch mehr als sonst Gutes. Machen Sie Spaziergänge, nehmen Sie Entspannungs- und Entsäuerungsbäder mit Basenzusätzen, besinnen Sie sich auf anstehende Neuausrichtungen und meditieren Sie. Vielleicht möchten Sie auch im Außen entrümpeln und Altlasten entsorgen? Tun Sie das.

Es passt gemäß dem Zusammenhang: Innen wie im Außen.

Die Fastenzeit ist eine spannende Zeit, in der man seinem „Inneren Arzt“ sehr nahe kommen kann. Probieren Sie es aus! Das ist die einzige Chance, herauszufinden, welches Wohlgefühl gesunde Ernährung in Ihnen erzeugen kann.