Mit diesen Gewürzen kannst du deinen Stoffwechsel ankurbeln

Es sind mehrere Gewürze auf Löffeln in Pulverform dargestellt. Daneben liegt jeweils das Gewürz in seiner natürlichen Form. Ingwerwurzel, Zimtstange, Chilischote, Lorbeerblatt

Gerade jetzt, in der kalten Jahreszeit treffen wir in süßem Gebäck und herzhaften Speisen auf viele unterschiedliche Gewürze. Auch wenn die Kombination in zuckerreichen Plätzchen, Lebkuchen und den deftigen Mahlzeiten mit Fleisch und anderen tierischen Produkten nicht gesundheitsförderlich ist, möchte ich dir die Gewürze und ihre heilende Wirkung auf unseren Körper gerne einzeln vorstellen.

Denn trinken wir sie im Tee zubereitet, verwenden sie in gesunden, vollwertigen Gebäcken oder würzen ein leckeres Curry oder eine Kürbissuppe mit diesen, sieht die gesundheitliche Wirkung schon ganz anders aus.

Vor allem im Ayurveda sind Gewürze seit Jahrtausenden aufgrund ihrer stoffwechsel-regulierenden und heilenden Eigenschaften bekannt.

Das Beste an Gewürzen: Du kannst sie sowohl in süßen als auch herzhaften Speisen einsetzen und unterschiedlich kombinieren. Jedes Gemüse-Gericht lässt sich durch die individuelle Wahl der Gewürze geschmacklich abrunden. Auch süße Speisen wie dein Porridge, Milchreis oder Pfannkuchen am Morgen können durch Zimt, Kardamom oder Muskatnuss geschmacklich das gewisse Etwas erhalten.

Zimt

Er verleiht vielen Süßspeisen vor allem im Winter einen wohlig warmen Geschmack. Ob in Lebkuchen oder Spekulatius, Zimt ist nahezu in jedem weihnachtlichen Gebäck enthalten. Doch vor allem einzeln verwendet, kann Zimt — die Ceylon-Variante oder auch der “echte Zimt” — gesundheitlich einiges bewirken. Ceylon-Zimt ist im Gegensatz zu Cassia-Zimt frei von dem leberschädigenden Stoff Cumarin. Dieser sollte nur in geringen Mengen eingesetzt werden. So reguliert Ceylon-Zimt beispielsweise den Blutzuckerspiegel auf natürliche Weise und kann Heißhunger-Attacken vorbeugen. Regelmäßig eingesetzt stärkt es die natürlichen Abwehrkräfte und kann unter anderem auch das Risiko von Herz-KreislauErkrankungen vermindern.

Schwarzer Pfeffer

Schwarzer Pfeffer wird in der traditionellen ayurvedischen Heilkunde lange Zeit als natürliches Mittel gegen Husten, Halsschmerzen und andere Erkrankungen des Rachens eingesetzt. Auch bei Fieber, Verdauungsproblemen oder Zahnschmerzen kann er auf natürliche Weise helfen. Durch die Schärfe kurbelt der Pfeffer die Endorphinproduktion im Gehirn an, weshalb er unter anderem eine stimmungsaufhellende Wirkung entfaltet. Sowohl die Schärfe als auch die leichten Bitterstoffe können sich positiv auf den Fettstoffwechsel auswirken. Das im Pfeffer enthaltene Piperin (ein Alkaloid) ist dabei für die Schärfe und die jeweils beschriebenen Heilwirkungen verantwortlich.

Kurkuma

Kurkuma auch als Gelbwurz bekannt, beinhaltet den gelben Farbstoff Curcumin. Die Wurzel gehört zu den Ingwergewächsen und stammt aus Südasien. Die ätherischen Öle und das Curcumin (Polyphenol = gelber Pflanzen-Farbstoff) der Knolle tragen zur gesundheitsfördernden Wirkung bei. Vor allem in Kombination mit schwarzem Pfeffer werden die heilenden Stoffe für den Körper erst richtig zugänglich gemacht. Denn erst der schwarze Pfeffer ermöglicht die Aufnahme von Curcumin in den Blutkreislauf. Besonders bekannt ist seine entzündungshemmende Wirkung und die Unterstützung bei der Verdauung. Seine antioxidative Wirkung hilft freie Radikale zu binden und sie zu neutralisieren. Auch bei Völlegefühl kann er mildernde Eigenschaften entfalten und ist unter anderem in höheren Dosen als wahrer Fatburner bekannt.

Ingwer

Anders als Kurkuma ist Ingwer wesentlich schärfer im Geschmack. Die Ingwerwurzel ist vor allem in fernöstlichen Ländern sehr beliebt und seit langem im Einsatz. Auch hierzulande erfreut sich die Wurzel großer Beliebtheit. Ob als Tee mit Zitrone oder in Suppen und asiatischen Gerichten, die ätherischen Öle entfalten ihre entzündungshemmenden Eigenschaften. Die enthaltene Schärfe kann die Fettverbrennung anregen, nachweislich die Verdauung fördern und sowohl Blutfett- als auch Cholesterinwerte verbessern. 

Auch bei Übelkeit kann Ingwer in Form von Tropfen oder Tee den Magen beruhigen. Regelmäßig angewandt kann es in höheren Dosierungen Schmerzen positiv beeinflussen oder langfristig deutlich lindern.

Chili

Neben dem Ingwer kann dir die Chilischote so richtig einheizen. Denn das Capsaicin, ist der scharfe Wirkstoff der Schote, der deinen Stoffwechsel anregt und dein Immunsystem langfristig stärkt. Das Capsaicin kann lokal angewandt die Haut reizen und dadurch die Durchblutung fördern. Blutgefäße weiten sich und sorgen für das brennende Gefühl, worauf der Körper mit Stress reagiert und zu schwitzen beginnt. Dabei werden sogenannte Endorphine (Hormone) ausgeschüttet, die stimmungsaufhellend wirken. Schweißausbrüche und Hitzewallungen regen dadurch unseren Kreislauf an und fördern die Stoffwechselleistung unseres Körpers.

Knoblauch 

Der Knoblauch hat aufgrund seiner Geruchs- und Geschmacksintensität nicht unbedingt den besten Ruf. Entweder man liebt ihn oder man verabscheut ihn. Dabei tun die im Knoblauch enthaltenen Inhaltsstoffe deinem Körper richtig gut. Denn bekannt ist er im medizinischen Bereich vor allem aufgrund des Wirkstoffes Alliin. Alliin erweitert nicht nur die Blutgefäße, sondern normalisiert zugleich den Blutdruck und bekämpft zusätzlich Pilze, Viren und Bakterien. In der Pflanzenheilkunde gilt er als natürliches Antibiotikum und kann auf diese Weise bei Durchfall, Erkältungen und anderen Entzündungen im Körper behilflich sein. Er gilt als wahrer Allrounder und verleiht allen herzhaften Gerichten eine besonders würzige Note.

Wie du siehst, hat jedes Gewürz viele gesundheitsfördernde Stoffe, die sich vielfältig auf unseren Körper auswirken. Das Gute an diesen Gewürzen ist, dass sie täglich ganz nebenbei eingesetzt auf natürliche Weise ihre Heilwirkung entfalten können. 

Wie wäre es, wenn du dir als Ziel setzt, mindestens drei der hier vorgestellten Gewürze in deinen täglichen Speiseplan zu integrieren? Natürlich gibt es noch viele andere Gewürzpflanzen, die mit weiteren gesundheits-zuträglichen Stoffen wahre Wunder in unserem Körper bewirken können. Integriere sie in deine Mahlzeiten und sieh, wie sie deiner Gesundheit zuträglich sind.