Meine Top-Tipps gegen Übersäuerung

Eine junge übergewichtige Frau hält in der rechten Hand einen Burger, in den sie reinbeißen will. In der linken Hand, hält sie einen Salat weiter von sich fern.

Wenn du dich energielos und träge fühlst, deine Gelenke schmerzen, dich elende Kopfschmerzen plagen und du schon eine ganze Weile unter Verdauungsproblemen leidest, kann es sein, dass dein Körper übersäuert ist.

Eine Übersäuerung kommt nicht von heute auf morgen. Schleichend bahnt sie sich ihren Weg in deinem Organismus, ohne dass direkt konkrete Beschwerden auftreten müssen. Werden die körperlichen Symptome jedoch immer stärker und es kommen allmählich viele verschiedene Wehwehchen hinzu, wird es allerhöchste Zeit, diese Signale ernst zu nehmen.

Die häufigsten Symptome bei einem übersäuerten Organismus sind: 

  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • ein fahler Teint und Hautunreinheiten
  • ein schlaffes Bindegewebe (Cellulite)
  • überspannte Muskeln und verfilzte Faszien sowie Muskel- und Gelenkbeschwerden
  • Antriebslosigkeit, Depressionen
  • Entzündungsherde 
  • Verdauungsprobleme wie Blähungen, Verstopfung oder Durchfälle
  • rheumatische Erkrankungen 
  • Osteoporose

Du siehst, eine Übersäuerung kann deinen ganzen Körper belasten. Dadurch ist es natürlich auch für Ärzte schwer ersichtlich, worum es sich bei den einzelnen Beschwerden wirklich handelt. Selten setzt die Behandlung deshalb an der Ursache an, sodass oftmals nur symptomatisch Medikamente wie Entzündungshemmer oder Schmerzmittel zum Einsatz kommen. Dass damit Symptome teils verstärkt werden und Nebenwirkungen auftreten können, wird auch noch verdrängt oder es wird über diese gar nicht erst aufgeklärt.

Falls dir Beschwerden wie die oben genannten bekannt vorkommen und du sie bisher nicht in den Griff bekommen hast, rate ich dir, bevor du erneut zu Tabletten greifst, zu meinen Tipps.

  • Stelle deine Ernährung um

Beachte, dass alles, was du zu dir nimmst, auch Auswirkungen auf deinen Körper hat. Lebensmittel müssen wir täglich zuführen, da sie uns die nötige Energie geben und uns die Vitalstoffe liefern, die wir brauchen. Alle deine Zellen sind auf Mikronährstoffe angewiesen, damit Stoffwechselprozesse stattfinden können. Ungesunde Lebensmittel, die beispielsweise stark verarbeitet sind, viel Fett, Zucker und Salz enthalten, dafür aber kaum bis gar keine Vitalstoffe mehr bieten, solltest du von jetzt an meiden. 

Iss dafür jede Menge basenbildende Kost, die vorwiegend aus Obst und Gemüse besteht. Ergänze sie mit Vollkornprodukten, Wurzelgemüse wie Kartoffeln und Süßkartoffeln und nimm täglich mindestens eine Portion Hülsenfrüchte zu dir. In der Kombination dieser Nahrungsmittel bist du völlig frei und kannst ganz kreativ sein. Auch süße Gerichte kannst du beispielsweise mit Haferflocken und Obst kreieren. 

Gehe bei der Umstellung schrittweise vor und sei nicht zu streng mit dir. Den wichtigsten Schritt, den du bei einer Übersäuerung gehen solltest, ist jedoch der Verzicht auf tierische Produkte. Sie werden in unserem Organismus sauer verstoffwechselt und belasten deinen Verdauungstrakt enorm. 

  • Trinke ausreichend Flüssigkeit

Achte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Nur mit genügend Wasser können die Nährstoffe, die du zu dir nimmst, auch in deine Zellen gelangen und angesammelte Giftstoffe beziehungsweise Säuren über deine Nieren ausgeschwemmt werden. Ist dein System geflutet und dein Blut kann zirkulieren, läuft auch dein Stoffwechsel reibungslos und Prozesse können optimal ablaufen. 

Am besten eignet sich stilles Wasser. Langweilt dich der neutrale Geschmack auf Dauer, dann stelle dir doch einfach ein eigenes Detox-Wasser her, indem du es mit Zitronen- oder Orangenscheiben, Basilikum, Rosmarin und Gurkenscheiben aufwertest. Auch Kräuter- oder Grüntee sind tolle Möglichkeiten für die Flüssigkeitsversorgung. Kaffee hingegen solltest du so gut es geht reduzieren. Beschränke dich auf ein bis maximal zwei Tassen. Teste auch gerne einmal entkoffeinierten Bio-Kaffee aus. 

  • Mache täglich eine Faszien-Rollmassage

Säuren, die nicht ausgeschieden werden können, lagern sich in unserem Bindegewebe ab. Die Folge sind Spannungszustände an Muskeln und verklebte Faszien. Um übersäuertes Gewebe – unter anderem auch Muskelkater – wieder zu lockern und das Bindegewebe zu durchbluten, eignet sich eine ausgiebige Faszien-Rollmassage. Durch das Abrollen der einzelnen Muskeln und des Bindegewebes werden die angelagerten Schlacken über die Lymphbahnen und die Zwischenzellflüssigkeit besser abgetragen und du unterstützt deinen Körper bei der Entsäuerung. 

  • Bewege dich regelmäßig und schwitze drei Mal die Woche 

Bewege dich wann immer möglich. Körperliche Aktivität muss auch in einem sonst eher stressigen Büroalltag mit vielen Stunden des Sitzens nicht zu kurz kommen. Am besten eignen sich Bewegungseinheiten, die du ganz einfach in deinen Alltag integrieren kannst.

Die Intensität muss nicht unbedingt besonders hoch sein. Lege tägliche Strecken zu Fuß oder mit dem Rad zurück, nimm dir in der Mittagspause oder gleich am frühen Morgen Zeit für Spaziergänge in der Natur und atme dabei frische Luft. 

Um deinen Stoffwechsel anzukurbeln und auch Säuren aus den Lymphen zu schleusen, empfehle ich jedoch auch einige Male die Woche so richtig ins Schwitzen zu kommen. 20 bis 30 Minuten reichen dafür schon aus. Ob Home-Workout, eine Joggingrunde oder eine schnellere Radfahrt dafür infrage kommen, liegt ganz bei dir und deinen Vorlieben. 

  • Atme bewusst

Eine ausgeglichene und tiefe Atmung sind den meisten von uns abhandengekommen. Wir atmen nur noch oberflächlich, weil wir so gestresst sind. Dabei brauchen wir gerade in solchen hektischen Zeiten besonders viel Sauerstoff. Auch unser Stoffwechsel ist darauf angewiesen, damit alle Prozesse bestmöglich ablaufen. Atme darum bewusst sowie tief ein und aus. So flutest du deine Lungen und versorgst deinen ganzen Körper. Bewusstes Atmen baut zudem Stress ab und regt sie Säureausscheidung über Kohlendioxid an. Das Beste: Du kannst sofort damit beginnen. Schließe einfach die Augen zwischendurch und atme ganz tief in deinen Bauchraum ein und puste die Luft auch bewusst wieder aus. 

  • Verzichte soweit es geht auf Medikamente

Die Einnahme einiger Medikamente kann eine Übersäuerung erst entfachen. Besser ist es, wenn du deinem Organismus mit wichtigen Mineralien wie Magnesium und Kalzium zu einem basischen Gleichgewicht verhilfst. Nahrungsergänzungsmittel in einer optimalen Konzentration können neben einer basischen (pflanzlichen) Ernährungsweise eine gute Ergänzung sein. Auch ein Basenbad ein bis zweimal die Woche kann entspannend und stressmindernd wirken. 

Wie du siehst, sind dies einfache, aber effektive Möglichkeiten, mit denen du deinen Körper wieder ins Gleichgewicht bringen kannst. Teste meine Tipps für mindestens einen Monat und schaue, was passiert. Ich bin mir sicher, du wirst bereits nach einer Woche Veränderungen spüren.