Hafer — einheimisches Superfood

Eine Schale mit Porridge garniert mit Blaubeeren

Er ist wieder en vogue — der Hafer. Lange Zeit war der Hafer in Vergessenheit geraten. Nun wird er wiederentdeckt. Zu Recht. Denn er hat unter den Getreidearten den besten Geschmack und ist außerdem von Natur aus glutenfrei. Auch aufgrund seiner Inhaltsstoffe gehört der Hafer zu den besten Getreidesorten. Er ist mit unglaublich großer Widerstandskraft gerüstet, die ihn überall problemlos wachsen lässt. Es scheint, als würde er diese geballte Power auch an uns Menschen weitergeben. Durch seine Vielfalt und Menge an Mikronährstoffen ist er ein herausragendes “Superfood”. Er enthält Biotin für schöne Haut und Haare. Zusätzlich unterstützt er durch Silicium, viel Vitamin B1 und B6 gute Nerven und enthält doppelt so viel Eisen wie Fleisch. Unter anderem enthält er das Antioxidans Avenanthramid, das eine sehr wichtige Aufgabe in unserem Körper hat. Es verhindert, dass das LDL-Cholesterin ranzig wird und es Ablagerungen an den Gefäßwänden bilden kann.

Eine wichtige Aufgabe kommt den löslichen und unlöslichen Ballaststoffen zu, deren Gehalt bei zehn Prozent liegt. Das ist optimal für unseren Darm und für alle Erkrankungen, die mit einem erhöhten Cholesterinspiegel einhergehen. Darunter Diabetes, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einige Krebsarten. Besonders hochwertig ist der lösliche Ballaststoff Beta-Glucan, dessen Gehalt in Haferkleie übrigens doppelt so hoch ist wie im ganzen Korn. Er ist in der Lage, cholesterinhaltige Gallenflüssigkeit zu binden und über den Darm auszuscheiden. Die Wirkung lässt sich am allgemeinen Cholesterinspiegel messen. Dieser kann nach etwa vier Wochen um bis zu 20 Prozent niedriger sein. Beta-Glucan bietet somit eine gesunde Alternative zu den, mit vielen Nebenwirkungen behafteten, Cholesterinsenkern. Ebenso unterstützt Beta-Glucan die Heilung von Entzündungen, in dem es besonders wichtige Immunzellen aktiviert.

Hafer können Sie in verschiedenster Qualität kaufen. Die meisten Sorten sind erhitzt. Dabei ist es egal, ob es sich um kernige-, Großblatt- oder Schmelzflocken handelt. Denn Hafer ist von einem harten Spelz umgeben. Durch Erwärmung bis zu 70 Grad wird der Schälprozess erleichtert. Aber wertvolle Inhaltsstoffe gehen durch diesen Prozess verloren.

Der sogenannte “Nackthafer”, den es meist nur in Bioläden oder Reformhäusern zu kaufen gibt, muss nicht erhitzt werden. Ihm fehlt der harte Spelz und wird deshalb in Rohkost-Qualität angeboten.

Bauen Sie das Superfood Hafer in Ihren Speiseplan ein. Täglich 40 g oder mehr verändern auf fast wundersame Weise Ihren Gesundheitszustand. Egal, ob als erste Mahlzeit in Form von Porridge oder als schnelle Burger-Alternative, wenn unerwartet Freunde zu Besuch kommen.

So geht beispielsweise mein Lieblings-Porridge: “Overnight-Oats mit Beeren”

Sie benötigen: 40 g Haferflocken, 1 TL Chiasamen, 1 TL Leinsamen, 1 TL Zimt, 200 ml Mandelmilch, 1 EL gehackte Mandeln oder Walnüsse und Beeren ihrer Wahl. Vermengen Sie einfach am Abend vorher alle Zutaten (bis auf die Beeren) in einer Schale und stellen Sie die Mischung über Nacht in den Kühlschrank. Am nächsten Tag fügen Sie die frischen Beeren hinzu und schon können Sie Ihr Porridge genießen. Guten Appetit!