Die besten pflanzlichen Milchalternativen

es liegen viele Nüsse, Getreidesorten und Glasflaschen mit jeweiliger Getreide-und Nussmilch auf einem Tisch

Der Konsum von Kuhmilch und anderen Tiermilchprodukten wie Joghurt, Käse und Quark prägt seit einigen Jahren die Gesundheitsdebatten. Längst hat sich in wissenschaftlichen Studien herausgestellt, dass Tiermilch Entzündungen im Körper fördert und die artfremden Hormone negative Auswirkungen auf unseren Organismus haben. 

“Milch macht müde Männer munter” ist wohl einer der bekanntesten Werbeslogans der Milchindustrie.

Dass Kuhmilch durch den hohen Anteil an Östrogenen bei Männern aber das Brustwachstum fördern kann und auch bei Frauen das Krebsrisiko erhöht, halten noch die Wenigsten für wahr.

Wusstest du, dass ein Großteil der Weltbevölkerung — tatsächlich sind es 70 Prozent — Tiermilchprodukte überhaupt nicht verträgt und von der sogenannten Laktose-Intoleranz betroffen ist? Denn ist der Säugling so weit, andere Nahrung als die Muttermilch zu sich zu nehmen, beendet der Körper die Laktase-Produktion. Laktase ist dasjenige Enzym, das notwendig ist, um die Muttermilch in ihre Bestandteile aufzuschließen.

Erst durch dieses Enzym kann der Milchzucker durch die Dünndarmwand im Körper aufgenommen werden. Kein Wunder also, dass die artfremde Kuhmilch in unserem Organismus, insbesondere im fortgeschrittenen Alter, mächtig für Unruhe sorgt.

Fazit: Wird keine Laktase produziert, kann die artfremde Milch auch nicht mehr verwertet werden. 

Wenn du also unter Symptomen wie Völlegefühl, Blähungen, Bauchschmerzen und Krämpfen, schlechter Haut bei  Akne und Neurodermitis oder Migräne-Attacken leidest, dann gibt es heutzutage super Alternativen, um auf pflanzliche Milch umzusteigen. Teste einfach selber aus, wie viel besser du dich damit fühlen kannst.

Pflanzliche Milch gibt es im Jahr 2020 in allen möglichen Varianten,ganz egal, für welche Leckereien du sie einsetzt: ob im Kaffee, zum Kochen oder Backen, für deinen Tee oder dein Müsli. Das Tolle an den vielen verschiedenen Möglichkeiten ist, dass du die meisten Alternativen selbst herstellen oder dich einfach durch das reichhaltige Angebot deines Bioladens oder Supermarktes durchprobieren kannst.

Leider geben die Meisten zu früh auf, nachdem sie die ersten zwei Alternativen versucht haben und mit dem Geschmack oder der wässrigen Konsistenz unzufrieden waren. Klar, Geschmäcker sind nach wie vor verschieden. Aber wer möchte schon gerne wässrige Milch im Kaffee oder geschmacksneutrale Milch im Müsli?

Da ich schon viele Alternativen getestet habe, kann ich euch einige Tipps geben, welche Pflanzenmilch für welchen Zweck am besten geeignet ist:

  1. Sojamilch ist wohl die bekannteste Milchalternative und mittlerweile fast überall erhältlich. Auch wenn der Geschmack für Einige zunächst etwas ungewohnt sein mag, wird sie vielleicht zu eurem Favoriten. Ihr Geschmack ist zumindest in der ungesüßten Variante etwas herb. Ob ungesüßt oder gesüßt, der Geschmack variiert oft abhängig vom Hersteller und den sonstigen Bestandteilen. Das Gute an der Sojamilch: Sie ist heute in fast jedem Café vertreten und auch zu Hause lässt sie sich wunderbar für einen Cappuccino oder Latte Macchiato aufschäumen. Hierfür gibt es sogar spezielle Barista-Versionen, die das Schaumschlagen kinderleicht machen.

Mein Geheim-Tipp: Je höher der Proteingehalt der Milchalternative, desto besser lässt sich die Pflanzenmilch aufschäumen. 

2. Wer kein Soja mag oder allergisch auf Sojabohnen reagiert, dem kann ich Hafermilch sehr empfehlen. Im Gegensatz zur Sojamilch ist Hafermilch wesentlich feiner und süßer im Geschmack — und das ganz ohne Zuckerzusatz. Die Süße aus dem Getreide macht sich auch ganz wunderbar im Kaffee. Denn die Hafermilch lässt sich ebenfalls — je nach Sorte — bestens aufschäumen. Auch hier liegen die Empfehlungen für den Cappuccino auf den sogenannten Barista-Versionen. Generell überzeugt die Hafermilch viele  Kuhmilch-Liebhaber, da sie etwas cremiger und dickflüssiger ist als beispielsweise Reis- oder Mandeldrinks. 

3. Wo besagte Reis- und Mandelmilch im Kaffee eher versagen, lassen sie sich umso besser bei Kuchen oder süßen Desserts einsetzen. Aufgrund der natürlichen Süße des Reises, eignet sich die Reismilch besonders für die Zubereitung von Chiapuddings, Süßspeisen oder die Verwendung im Müsli. Durch die natürliche Süße kann man sich mit dem Einsatz von Zucker eher zurückhalten. Bei Mandelmilch scheiden sich etwas die Geister. Manchen ist sie zu fade, während andere ihren dezenten, aber leicht nussigen Geschmack sehr schätzen. Natürlich gibt es auch hier von Hersteller zu Hersteller deutliche Unterschiede.

4. Kokosmilch eignet sich hervorragend zum Kochen und Backen. Insbesondere in asiatischen Gerichten wie Currys, ist sie kaum wegzudenken. Aber auch als Sahneersatz auf dem Geburtstagskuchen oder der Torte kann Kokosmilch ein super Ersatz sein. Der Kokosdrink ist im Vergleich zur dickflüssigeren Kokosmilch wesentlich leichter und überhaupt nicht fettreich. Mit ihm lassen sich leckere Smoothies, Shakes oder selbstgemachtes Eis für den Sommer bestens zubereiten. Manchen schmeckt er auch im Kaffee. Schaumschlägerei kann man hier jedoch nicht erwarten.

5. Hanfmilch ist im Gegensatz zu den anderen Pflanzenmilch-Sorten relativ selten und sehr kostspielig. Sie ist zwar reich an Protein, lässt sich aber nicht wirklich gut aufschäumen. Ihr Vorteil ist der hohe Gehalt an Omega-3-Fettsäuren. Wer sie ausprobieren möchte, kann sie übrigens auch ganz einfach selbst herstellen.

Die eigene Herstellung ist bei vielen Milchalternativen möglich und meist ganz unkompliziert. So behält man den Überblick  über die einzelnen Zutaten und hat ganz sicher keine ungewollten Aromen oder andere Zusatzstoffe in der Pflanzenmilch. Ob es nun die Nussmilch, die Getreidemilch oder die Sojamilch sein soll: Derzeit kommen immer mehr Varianten auf den Markt, sodass wir wohl noch Einiges erwarten können.