Welcher Sport ist der beste?

Drei junge Frauen machen gemeinsam Sport im Fitnessstudio

Der Frühling ist endlich da. Höchste Zeit für diejenigen unter Ihnen, die sich mit den guten Vorsätzen fürs neue Jahr bisher noch zurückgehalten haben. Auch Sie wollten endlich mehr Sport machen beziehungsweise sich zumindest mal wieder richtig bewegen? Dann fragen Sie sich jetzt bestimmt: Welche Art von Sport oder Bewegungstraining soll ich denn ausüben? Und soll ich den Fokus mehr auf Ausdauer oder Kraft legen?

Hierfür gibt es sicherlich keine klare Antwort; jedoch viele voneinander abweichende Empfehlungen. Ich möchte Ihnen jetzt einen kleinen Leitfaden an die Hand geben, an dem Sie sich bei Ihrer Suche nach der richtigen Bewegung orientieren können. Vor allem für diejenigen unter Ihnen, die an Schmerzen oder Verschleiß in den Gelenken leiden, können diese Tipps sehr hilfreich sein. 

Für alle gilt gleichermaßen: Wenn Sie die wunderbaren Effekte der “Medizin” Bewegung maximal ausschöpfen möchten, kommen Sie nicht um die drei Komponenten Dehnung, Ausdauer und Kräftigung herum.

Eine Schlüsselrolle nehmen hierbei die Dehnungen ein. Vielfältige Übungsangebote wie Yoga, Gymnastik, Pilates, Stretching oder Engpassdehnungen warten in zahllosen Büchern und im Internet auf Sie. Wenn Sie unsere speziellen — von Liebscher & Bracht entwickelten — Engpassdehnungen ausführen, können Sie auch als Schmerzpatient wieder zu deutlich mehr Beweglichkeit kommen. Die Engpassdehnungen finden Sie kostenfrei auf unserem Liebscher & Bracht bei Youtube-Kanal. 

Zusätzlich bietet Ihnen das Schmerzlexikon auf unserer Internetseite die wichtigsten Informationen zu fast allen Schmerzzuständen, inklusive der besten Übungen mit ausführlicher Übungsbeschreibung und  Video-Anleitung. 

Selbst wenn Sie sich vor Schmerzen kaum mehr bewegen können, haben wir eine wunderbare Botschaft für Sie: 

Beginnen Sie mit den Dehnübungen sowie der Faszien-Rollmassage und führen Sie die Übungen wie beschrieben regelmäßig aus. Dann stehen die Chancen gut, dass Sie damit langfristig auch die Ursache Ihrer Schmerzen beseitigen können. 

Anstatt der herkömmlichen Empfehlung, bei Schmerzen oder Verschleiß in die Schonhaltung zu gehen und sich so wenig wie möglich zu bewegen oder zu belasten, rate ich Ihnen — insbesondere bei diagnostizierter Arthrose oder anderen Befunden — noch heute mit den Engpassdehnungen zu beginnen.

Unsere Übungen sind speziell auf Arthrose- bzw. Schmerz-Patienten abgestimmt. Das Ziel ist es, Ihre Schmerzen und die Reizung am Gelenk so schnell wie möglich zu lindern. Wie sich vor allem Ihr Knorpel regenerieren und wie er sich sogar wieder erneuern kann, lesen Sie in unserem Buch-Bestseller “Die Arthrose-Lüge”.  

Für die Übungen gilt allgemein

Behalten Sie die Dehnung für mindestens zwei bis zweieinhalb Minuten bei. Gehen Sie dabei jedoch nicht über Ihren “Wohlfühlschmerz” hinaus. Sobald Sie körperlich gegenspannen müssen, um den Dehnungsschmerz aushalten zu können, sind Sie bereits zu weit gegangen. In diesem Fall sollten Sie die Intensität mindern. 

Zwei junge Frauen üben eine Engpassdehnung zusammen mit der Faszienrolle aus

Das Dehnen hält Ihre Muskeln und Faszien flexibel, löst bewegungseinschränkende Verklebungen und Blockaden und fördert dadurch die Durchblutung und Weiterleitung von Nervensignalen. Um Zeit zu sparen, können Sie viele der Übungen ganz nebenbei beim abendlichen Fernsehen, morgendlichen Radiohören oder sogar im Badezimmer ausführen. 

Regelmäßiges Krafttraining setzt neue Reize

Sollten Sie kein Schmerz-Patient sein, dann beginnen Sie neben täglichen Dehnübungen — die halten Sie auch weiterhin schmerzfrei — mit leichtem Krafttraining. Dieses können Sie ganz einfach zuhause mit Ihrem eigenen Körpergewicht ausführen oder Sie melden sich in einer Sportgruppe beziehungsweise im Fitnessstudio an. Integrieren sollten Sie aber insbesondere die großen drei Kräftigungsübungen: Kniebeugen, Liegestütze und Klimmzüge. Wichtig: Beginnen Sie in den Anfänger-Varianten leicht und steigern Sie sich mit der Zeit. Lassen Sie sich auch hierbei am besten von einem Trainer vor Ort beraten. So übernehmen Sie sich nicht direkt und bleiben mit der richtigen Zielsetzung motiviert und verletzungsfrei. 

Der richtige Ausdauersport hält rundum fit

Auch die Ausdauer sollte nicht fehlen. Gerade für ein gesundes Herz-Kreislauf-System ist sie nicht wegzudenken. Dabei ist es wichtig, dass viele unterschiedliche Bewegungsabläufe in Ihr Trainingsprogramm integriert werden. Natürlich sind Gehen, Walken und Joggen eine gute Grundlage. Aber Nordic Walking mit Stöcken, Ski-Langlauf oder eine Runde auf dem Crosstrainer im Fitnessstudio (oder gerne auch zuhause) belasten wesentlich mehr Muskeln zur selben Zeit und fördern somit die gesamte Körper-Durchblutung. 

Erlaubt ist alles, was Spaß macht

Am besten eignen sich allerdings Sportarten, bei denen möglichst alle Gliedmaße gleichmäßig beteiligt sind. Unter diesem Aspekt sind Handball, Volleyball oder Basketball geeigneter als Fußball oder einhändig gespieltes Tischtennis. Aber für diejenigen, die erst neu beginnen und sich im Alltag kaum bewegen, ist tägliches Spazieren schon ein guter Anfang. Denn Sitzen ist einer der Hauptgründe, warum so viele von uns mit Schmerzen jeglicher Art zu tun haben. Dabei können Sie dem, wie hier beschrieben, ganz einfach vorbeugen.