Keine Angst vor Kniegelenksarthrose

Der Körper kann sich selbst heilen, wenn wir ihn lassen

Viele haben Angst vor Arthrose, weil es die meisten irgendwann „erwischt“. Es scheint wie beim Auto zu sein: Je älter und je mehr Kilometer desto wahrscheinlicher, dass man in die Werkstatt muss, um den Schaden reparieren oder ein Ersatzteil einbauen zu lassen.

Ein Gelenk scheint wie ein Radlager zu sein. Ist es defekt, muss es ausgetauscht werden.

Viele Patienten gehen unbewusst von solchen Zusammenhängen aus, auch wenn es um ihren Körper geht. Das Knie schmerzt oder klemmt, also geht man in die „Werkstatt“. Dort wird analysiert, wo der Fehler liegt und dann behoben. Den meisten ist nicht bewusst, dass beim Körper – im Unterschied zum Auto, wo nur Schrauben gelöst werden – geschnitten, gesägt, gebohrt gefräst, also die Gewebe massiv verletzt werden müssen.

Ein künstlicher Gelenkersatz kann nicht ansatzweise mit den Funktionen des Originals mithalten.

Was aber, wenn unser Körper überhaupt nicht mit einem Auto vergleichbar ist? Wenn er völlig anders funktioniert? Wenn er aus 90 Billionen Zellen besteht, die permanent repariert werden, sich teilen, sich so gestalten wie die Körperintelligenz – der eingebaute „innere Arzt“ – es anleitet? Wenn die Selbstheilungskräfte eine gewaltige Macht haben, die weit über das herkömmlich Angenommene hinausgehen? Das wäre doch wunderbar. Sie könnten doch das, was „klemmt und schmerzt“, auf natürliche Weise wieder richten.

Ich sage Ihnen, das tun sie – auch bei Arthrose. Aber nur, wenn wir mit unserem Körper so umgehen, wie es genetisch vorgegeben ist.

Wir müssen die Voraussetzungen dafür herstellen, dass er mit den Reparaturen und dem Regenerieren beginnen kann und dann seine Arbeit beobachten.

Meiner Erfahrung nach schafft es der Körper in über 90 Prozent der Fälle. Diese Vorgehensweise wäre der Goldstandard des Heilens für mich.
Wenn nicht, stehen uns immer noch alle Techniken der modernen Medizin zur Verfügung – natürlich auch der künstliche Gelenkersatz.

Sie haben die Diagnose Kniegelenksarthrose? Lassen Sie uns diesen Goldstandard darauf anwenden. Zunächst müssen wir die Arbeitsbedingungen für den inneren Arzt herstellen, nämlich die zu hohen muskulär-faszialen Spannungen normalisieren.

Testen Sie einmal selbst: Legen Sie sich auf den Bauch und ziehen Sie bei aufliegender Leiste die Ferse zwei Minuten lang so dehnend, dass es deutlich im Oberschenkel zieht immer näher zum Gesäß. Stützen Sie sich mit den Händen an eine Wand und stellen Sie den Fuß mit aufliegender Ferse senkrecht zur Wand so weit nach hinten, dass es in der Wade deutlich zieht und verstärken Sie zwei Minuten lang diese Dehnung.

Ist der Schmerz anschließend reduziert, kann der Körper mit der Knorpelregeneration beginnen. Machen Sie diese Übungen regelmäßig, ist der Schmerz meist nach kurzer Zeit ganz behoben und der Knorpel kann sich regenerieren. Sind Sie noch nicht zufrieden, streichen Sie zusätzlich für zwei Wochen alle tierischen Produkte und Zucker aus Ihrem Speiseplan. Sie werden merken, welch einen Unterschied nur zwei Änderungen bewirken können.