Wasser – Lebensgrundlage Nummer 1

Eine junge Frau ist in Profilansicht abgebildet in der Natur und trinkt mit geschlossenen Augen ein Glas Wasser

Du bist kaum auf etwas anderes so angewiesen, wie auf Wasser. Ohne die regelmäßige Zufuhr von Flüssigkeit wird das Überleben nach spätestens drei bis vier Tagen nämlich extrem schwierig bis kaum möglich. Obwohl es lebensnotwendig ist, gilt Wasser jedoch nicht als Nährstoff und liefert auch keine Nahrungs-Energie.

Allerdings übernimmt Wasser ganz wesentliche Funktionen in unserem Körper und macht erst alle Prozesse des gesamten Stoffwechsels möglich. Der Wasseranteil im Organismus liegt bei der Geburt noch bei 70 Prozent, während er mit den Jahren abnimmt. Bei älteren Menschen ab 70 Jahren sinkt er sogar bis zu unter 50 Prozent. Dennoch sind wir, egal in welchem Alter, auf eine adäquate Zufuhr von Wasser angewiesen. Die gesunde und empfohlene Trinkmenge liegt im Durchschnitt bei zwei Litern über den Tag verteilt. Je nach Aktivität, Jahreszeit (Temperatur), Erkrankungen oder ähnlichen Abweichungen, kann diese Menge deutlich höher sein.

Wichtig ist nur, dass du ausreichend Wasser zu dir nimmst und somit deinen Körper bei folgenden Funktionen unterstützt:

Wasser sorgt in deinem Organismus für innere Bewegung. So sind alle biochemischen Vorgänge davon abhängig:

  • Nährstoffe können nur mit genügend Flüssigkeit die Zellmembran passieren und somit in der Zelle ankommen
  • Endprodukte des Stoffwechsels werden mithilfe von Wasser ausgeschieden
  • Durch Schwitzen reguliert der Körper bei Wärme die Körpertemperatur und hält sie konstant
  • Faszien bleiben geschmeidig und gleitfähig, wenn sie genug Wasser binden können
  • Deine Nieren regulieren den Wasserhaushalt
  • Die Verwertung von Ballaststoffen benötigt ebenfalls ausreichend Wasser, denn die unverdaulichen Pflanzenfasern binden Wasser und erhöhen das Volumen des Speisebreis im Darm. Die Ausscheidung des Stuhls wird erleichtert.

Wie du siehst, funktioniert ohne Wasser kaum etwas in deinem Organismus. Die Anzeichen eines Flüssigkeitsmangels können zunächst vielleicht harmlos sein, sollten aber schnell beachtet werden. Denn ein starkes Austrocknen des Körpers kann schon in wenigen Tagen lebensbedrohlich werden. 

Bei starkem Wassermangel steigt die Körpertemperatur, daneben können Herzrhythmusstörungen entstehen und es kann zu Durchblutungsstörungen im Gehirn kommen. Dies gilt es unbedingt zu vermeiden!

Da Wasser folglich so wichtig für uns ist, widmen wir diesem Thema deshalb ein eigenes Kapitel in meinem neuen Buch „Klartext Ernährung“, das ich zusammen mit dem Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Claus Leitzmann geschrieben habe.

Dort erfährst du unter anderem, welches Wasser du am besten trinken solltest und wie dir eine pflanzliche Ernährung dabei helfen kann, stets optimal versorgt zu sein.