Hauterkrankungen


Das Entgiftungsorgan Haut.

Mit zwei Quadratmeter Oberfläche und einem Gesamtgewicht von 15 Kilogramm ist unsere Haut eines der großen Organsysteme. Ihre Aufgabe ist nicht nur der Schutz nach außen, sondern auch das Ausschleusen von Stoffwechselabbauprodukten und giftigen Stoffen. Eine gut funktionierende Haut ist daher wichtig für unsere Gesundheit. Denn wenn schädliche Substanzen nicht auch über dieses System ausgeschieden werden können, sammeln sie sich im Körper an und tragen zu den unterschiedlichsten chronischen Erkrankungen bei. Die Ausleitung erfolgt über Talg- und Schweißdrüsen. Letztere sind über den gesamten Körper verteilt, vor allem befinden sie sich aber in den Achselhöhlen, an Hand- und Fußflächen, sowie im Nacken- und Stirnbereich. Allein über die Haut scheidet der Körper zwischen einem halben und sechs Liter Flüssigkeit am Tag aus. Deswegen bezeichnet man sie auch als „dritte Niere“. Bisher sind über 800 Substanzen bekannt, die über diesen Mechanismus den Körper verlassen können. Selbst schädliche Stoffe aus dem Tabakrauch werden so entsorgt. Die Talgdrüsen, die an den Haarbälgen sitzen, sondern insbesondere Abfallprodukte aus dem Medikamentenstoffwechsel und Schwermetalle aus. Sind diese Drüsen nicht mehr durchgängig oder überlastet, äußert sich dies in unreiner Haut bis hin zur Akne.

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Können wir der Haut helfen?

Vor allem die Aktivierung des Hautstoffwechsels steigert das Ausschleusen, in dem die Durchblutung und Schwitzen angeregt werden. Schon Hippokrates empfahl deswegen, einmal täglich bis zum

Schwitzen im Freien zu arbeiten. Insbesondere Menschen, die schwer schwitzen sollten ihren Körper unterstützen. Machen Sie regelmäßig Trockenbürstungen. Beginnen Sie mit kreisenden Bewegungen an Händen und Füßen und massieren Sie von außen nach innen. Die reaktive Rötung der Haut zeigt den Erfolg. Auch regelmäßiges Saunieren fördert die Ausleitungsfähigkeit der Haut über die Aktivierung der Schweißdrüsen. Ebenso Wickel, die insbesondere Ende des 18. Jahrhunderts zur Heilbehandlung der unterschiedlichsten Erkrankungen eingesetzt wurden.

Noch heute sind die Kneippschen Güsse bei naturheilkundlichen Kuren eine Selbstverständlichkeit. Diese Kaltwassergüsse führen ebenfalls zu einer Durchblutungszunahme der Haut. Nach Beendigung der Anwendung kommt es zu einer reaktiven Erweiterung der Gefäße. Und last not least das Dauerduschen über einige Stunden bei wechselnden Temperaturen. Da das Wasser die ausgeschiedenen Stoffe direkt wegnimmt, ist der Entgiftungsprozess über die langen Zeitspannen beträchtlich. Es gibt Patienten die davon überzeugt sind, sich auf diese Art und Weise von den unterschiedlichsten Krankheiten befreit zu haben. Ich halte das für bio-logisch, da ich weiß, dass die meisten Krankheiten auf der körperlichen Ebene, direkt oder indirekt, letztlich „nur“ immer weiter angesammelte Stoffwechselrückstände zur Ursache haben.

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